Naturrecht und die Schule der Exegese
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Jusnaturalismus
A) Das positive Recht und die Gerechtigkeit
Das Naturrecht ist die ursprüngliche Strömung des juristischen Denkens. Es stützt die Existenz einer normativen Ordnung in der Natur, die aus abstrakten Prinzipien zum Schutz der Menschenwürde und grundlegender Werte besteht (wie Leben und Freiheit).
B) Der jusnaturalistische Entwurf
Das Naturrecht ist eine Strömung, die verschiedene Rechtstheorien vereint. Gemeinsam ist ihnen die Identifizierung einer natürlichen Rechtsordnung, die dem positiven Recht überlegen und zeitlich vorgelagert ist. Das Naturgesetz ist überlegen, da es über den Rechtssystemen steht, und es ist zeitlich früher, da es das soziale Leben durch das menschliche Wesen prägt. Einige Juristen haben eine Parallele zwischen Naturrecht und positivem Recht vorgeschlagen: Für jede positive Regel muss es eine natürliche Norm geben.
C) Grundlagen des Naturrechts
- Die kosmische Ordnung: Das Naturgesetz ist eine Projektion universeller Gesetze, die das reibungslose Funktionieren physikalischer Phänomene gewährleisten.
- Göttlicher Wille: Das Naturrecht wurde dem Menschen von Gott durch Gesandte und Propheten offenbart.
- Die menschliche Vernunft: Der Mensch identifiziert mit seiner Intelligenz Mindestgarantien, die respektiert werden müssen, um seine Würde zu bewahren.
- Die menschliche Person: Natürliche Rechte sind dem Menschen inhärent und gehören zu seinem Wesen, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist.
D) Eigenschaften des Naturrechts
- Universalität: Es gilt für alle Menschen gleichermaßen, unabhängig von ihrem kulturellen oder technologischen Entwicklungsstand.
- Permanenz: Es ist zeitlos. Die Garantien gehören zum menschlichen Wesen und ändern sich nicht von einer Epoche zur anderen.
- Unerlässlichkeit: Die Rechte sind von wesentlicher Bedeutung; der Inhaber kann nicht auf sie verzichten.
- Indelibilität: Das Gesetz ist unzerstörbar; keine Macht kann die Grundrechte auslöschen.
- Einheit: Sie fördert die Gleichstellung und konkretisiert das natürliche Gesetz in Bezug auf das Individuum.
Schule der Exegese
a) Identifizierung von Recht und Gesetz
Dies ist der Gedanke des legalistischen Denkens, für das gilt: Gesetz ist Gesetz. Die Quelle dieses Vorschlags war der Code Civil Napoleons, der die abstrakte und ideale Form des Gesetzes mit natürlichen Regeln identifizierte. Alles, was nicht im gesetzlichen System enthalten ist, kann nicht als rechtmäßig gelten. Der Richter muss ein rein formales Verständnis des Textes entwickeln.
b) Gültige Interpretationsmethoden
Die Schule der Exegese erkennt nur zwei gültige Interpretationsmethoden an: die grammatikalische und die systematische.
- Grammatikalisch: Interpretation des Gesetzes in seiner rein textuellen Struktur (Zeichensetzung, Satzbau, Wortwahl).
- Systematisch: Das Gesetz wird als Teil eines Ganzen betrachtet, zu dem es eine Beziehung der Harmonie und Kohärenz wahren muss.
Beide Methoden dienen dazu, die Legalität des Richters auf den Rechtstext zu beschränken und Interpretationen zu vermeiden, die zu gesellschaftlichen Veränderungen führen könnten.
c) Die Neutralität des Richters
Dieser Aspekt umfasst die Distanzierung des Richters von der menschlichen Seite des Prozesses. Er soll gleichgültig und unempfindlich gegenüber den Auswirkungen seiner Entscheidung auf das Leben der Beteiligten sein. Der Richter wird als einfacher Anwender betrachtet, der keine Verantwortung für die bereitgestellte Antwort trägt.
d) Die Schwächung der Schule
Mit dem Fortschritt der Gesellschaft und Französisch vor allem durch das Aufkommen der industriellen Revolution, zeigt das Rechtssystem seiner Zerbrechlichkeit und viele Fakten werden durch die Anwendung der räumlichen francês.Isso unbeantwortet führt zu einer Schwächung der legalistischen Argument.