Der Niedergang der spanischen Monarchie (1917–1931)
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Der Niedergang der Monarchie (1917–1923)
Die Krisenjahre zwischen 1917 und der Machtübernahme durch Primo de Rivera waren in Spanien von politischer Instabilität und der Verschlechterung der Lage im Marokko-Krieg geprägt.
Die Regierungen der Konzentration
Zwischen 1917 und 1923 wurden 13 verschiedene Regierungen gebildet. Mit der Krise von 1917 endete die Phase der stabilen Regierungsbildungen; es wurden sogenannte Regierungen der Konzentration gebildet, die jedoch nicht imstande waren, die politische Lage zu stabilisieren. Die politische Instabilität war von starken sozialen Unruhen begleitet.
Die Gewerkschaften verzeichneten einen massiven Mitgliederzuwachs:
- 1919: Die UGT und die CNT zählten zusammen 211.000 Mitglieder.
- 1921: Die Mitgliederzahl stieg auf 700.000 an.
- In diesem Jahr spalteten sich zudem radikale Sektoren der PSOE ab und gründeten die PCE.
Soziale Konflikte
Die Gewerkschaften radikalisierten ihre Positionen und verstärkten die Streikbewegungen. Ein Beispiel unter den Industriearbeitern in Barcelona war der Streik bei der Canadiense (einem Stromversorgungsunternehmen) im Jahr 1919, der die Industrie in Katalonien für 40 Tage lahmlegte. Angesichts dieser Situation begann ein Prozess der sozialen Gewalt. Der Radikalismus der Arbeiter und bewaffnete konterrevolutionäre Gruppen stießen gewaltsam aufeinander.
Die Niederlage von Annual
Im Jahr 1921 erlitt die spanische Armee bei Annual eine verheerende Niederlage, bei der mehr als 12.000 Soldaten fielen. Die linke Opposition forderte eine Untersuchung zur Klärung der Verantwortung (bekannt als Expediente Picasso). Teile der Armee planten daraufhin einen Staatsstreich, um die Macht zu übernehmen.
Die Diktatur von Primo de Rivera (1923–1931)
Miguel Primo de Rivera putschte 1923 mit Zustimmung von König Alfons XIII. und errichtete eine Militärdiktatur, die vom italienischen Faschismus inspiriert war. Das neue Regime ergriff folgende Maßnahmen:
- Auflösung des Parlaments
- Verbot politischer Parteien
- Einführung einer strengen Pressezensur
- Abschaffung der Mancomunitat de Catalunya (Commonwealth of Catalonia)
- Hartes Vorgehen gegen Intellektuelle, Lehrer und linke Organisationen
Die Diktatur konnte sich zunächst aufgrund einer günstigen wirtschaftlichen Lage und des Endes des Marokko-Konflikts an der Macht halten. Doch mit Beginn der internationalen Wirtschaftskrise im Jahr 1929 wuchs das Klima der Opposition gegen das Regime stetig an.