Ökosysteme verstehen: Biotop, Biozönose und Kreisläufe
Eingeordnet in Biologie
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,58 KB
Was ist ein Ökosystem?
Ein Ökosystem ist ein natürliches System, das aus allen Lebewesen besteht, die einen Ort bewohnen (Biozönose), sowie den physikalischen und chemischen Eigenschaften dieses Standortes (Biotop). Zwischen Biotop und Biozönose wird eine Vielzahl von Beziehungen aufgebaut.
Trophische Beziehungen im Ökosystem
Trophische Beziehungen sind jene, die in einem Ökosystem durch die Nahrungsaufnahme festgelegt werden:
- Produzenten (Hersteller): Autotrophe Lebewesen stellen ihre Nahrung aus anorganischem Material und einer Energiequelle her. Sie bilden die Basis für alle Ökosysteme.
- Konsumenten (Verbraucher): Heterotrophe Organismen werden in zwei Arten unterteilt: primäre (Pflanzenfresser) und sekundäre (Fleischfresser).
- Destruenten (Zersetzer): Diese heterotrophen Organismen ernähren sich durch die Umwandlung organischer Substanzen in anorganische Mineralstoffe. Diese Stoffe werden wieder von den Produzenten genutzt. Sie sind für das Recycling der Materie in Ökosystemen notwendig (z. B. Bakterien, Pilze).
Nahrungskette und Nahrungsnetz
Nahrungskette: Dies ist eine einfache Darstellung der trophischen Beziehungen in einem Ökosystem. Die Pfeile, die von einer trophischen Ebene zur nächsten zeigen, geben die Richtung an, in die Materie und Energie im Ökosystem fließen.
Nahrungsnetz (Food Web): Da mehrere Ketten miteinander in Verbindung stehen, stellt das Nahrungsnetz eine realistischere Abbildung der trophischen Beziehungen in einem Ökosystem dar.
Ökologische Pyramiden
Ökologische Pyramiden sind grafische Darstellungen von Nahrungsketten in Pyramidenform. An der Basis stehen die Produzenten, gefolgt von den Primärkonsumenten und den weiteren Ebenen. Es gibt drei Arten:
- Zahlenpyramide: Repräsentiert die Anzahl der Individuen auf jeder Ebene.
- Biomassepyramide: Repräsentiert die Menge an organischer Substanz der einzelnen Ebenen.
- Energiepyramide: Repräsentiert die Energie, die in jeder trophischen Ebene vorhanden ist und an die höheren Ebenen übertragen wird.
Der Kohlenstoffkreislauf
Der Kohlenstoff im Wasser und in der Luft wird von den Produzenten aufgenommen und an andere Lebewesen weitergegeben. Wenn tote Organismen in eine Zone ohne Sauerstoff gelangen, kann dies zur Bildung von Kohle, Erdöl oder Erdgas führen. Werden diese Brennstoffe verbrannt, gelangt der Kohlenstoff als CO2 zurück in die Atmosphäre, und der Zyklus schließt sich.
Selbstregulation des Systems
Ein selbstregulierendes System besteht aus einer Reihe von Prozessen, durch die die Populationen eines Ökosystems im Gleichgewicht mit abiotischen Faktoren (Boden, Wasser, Licht) und biotischen Faktoren (trophische Beziehungen) gehalten werden.
Reproduktionsstrategien: r- und K-Strategen
- r-Strategen: Pionierarten, die in einem instabilen Umfeld oder in den ersten Stadien der Entwicklung leben. Diese Individuen haben eine hohe Fortpflanzungsrate, eine kurze Lebensdauer und eine geringe Körpergröße (tritt z. B. bei Insekten und Bakterien auf).
- K-Strategen: Spezialisierte Arten, die in einem stabilen Umfeld leben. Sie haben eine niedrige Fortpflanzungsrate, eine lange Lebensdauer und eine ausgeprägte Entwicklung (tritt bei den meisten Vögeln und Säugetieren auf).