Die Opposition gegen Franco: Aufstieg der Demokratie
Eingeordnet in Sozialwissenschaften
Geschrieben am in
mit einer Größe von 3,08 KB
Die Entstehung der unabhängigen Opposition
Die Bewegung entstand als unabhängige Kraft, die sich für demokratische Werte einsetzte und den Arbeitsmarkt stärkte. Bei der Gründung dieser neuen Gewerkschaftsbewegung traten studentische Organisationen gegen die staatlich verordnete Sindicato Español Universitario (SEU) mit ihrer Pflichtmitgliedschaft an. Im Jahr 1956 kam es in Madrid zu einem ersten Zwischenfall, bei dem ein Student schwer verletzt wurde.
Soziale Bewegungen und industrielle Konflikte
In den 1960er Jahren entstanden neue soziale Bewegungen. Diese Dekade war geprägt von den ersten Massendemonstrationen auf den Straßen und einem dramatischen Anstieg der industriellen Konflikte. Die politische Opposition formierte sich in den 60er Jahren neu, um gegen Franco zu agieren. Dies geschah durch die erneuerte Aktivität alter politischer Parteien oder die Entstehung neuer Gruppen – vom sozialen Liberalismus bis hin zur Monarchie. Eine bedeutende Gruppe bildeten die modernen Christdemokraten.
Die „Münchner Verschwörung“ und der Widerstand
Eine der Maßnahmen mit dem größten Einfluss war die sogenannte „Münchner Verschwörung“, die den Niedergang des Regimes und den Übergang zu einem demokratischen Spanien forderte. Die Teilnehmer dieses Treffens wurden nach ihrer Rückkehr inhaftiert oder ins Exil gezwungen. Große Bedeutung erlangte in jenen Jahren die PCE (Kommunistische Partei Spaniens), die ab den 60er Jahren begann, in Massenorganisationen einzudringen.
Antifranquismus und politische Neuausrichtung
Der Antifranquismus vereinte Kräfte unabhängig von ihrer Rolle im Bürgerkrieg. Innerhalb der PSOE begannen Spannungen zwischen den jungen Aktivisten, die die Partei im Inneren Spaniens gebildet hatten, und der Führung. Auf dem Kongress von Suresnes gelang es der Partei, Schwierigkeiten zu überwinden und die Verwaltung in den Händen der internen Militanten zu belassen.
Der Aufstieg nationalistischer Parteien
Gegen Ende der Franco-Ära gewannen nationalistische Parteien an Bedeutung:
- Baskenland: Die PNV behielt ihre Hegemonie.
- Katalonien: Die Demokratische Konvergenz von Katalonien (CDC) formierte sich.
Der Weg zur Demokratisierung
In den letzten Jahren des Regimes beteiligten sich Oppositionsgruppen nicht nur durch Straßenproteste an der Forderung nach Demokratisierung, sondern bildeten auch einheitliche politische Gremien. Die PCE blieb die wichtigste Basis für die Demokratische Junta, die CC.OO, Sozialisten, Freiberufler, Monarchisten, Karlisten und linke Gruppen umfasste. Die PSOE förderte die Demokratische Konvergenz-Plattform mit einem ähnlichen Programm. Nach Francos Tod vereinigten sich beide Allianzen zur Demokratischen Koordination. Die Strategie dieser Organisation basierte auf der Formel des „demokratischen Bruchs“ – einem verfassungsrechtlichen Verfahren, das die Grundlagen für ein neues politisches System legte.