Oracle Datenbank-Administration: Konzepte und Utilities

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Grundlagen zu Synonymen und Schemata

  • Synonyme: Ein Synonym ist eine lokale oder öffentliche Darstellung eines Schema-Objekts.
  • Öffentliche Synonyme: Mit der Option PUBLIC wird ein öffentliches Synonym erstellt, sofern der Benutzer über die entsprechenden Privilegien verfügt.
  • Datenbankschema: Ein Schema ist eine Sammlung von Objekten (Tabellen, Views, Stored Procedures, Funktionen, Pakete, Sequenzen), die einem Benutzer zugeordnet sind.

Speicherparameter und Performance

  • PCTFREE: Dieser Parameter gibt den minimalen Prozentsatz an Speicherplatz an, der in einem Datenblock für zukünftige Zeilenänderungen (Updates) reserviert bleibt.
  • INITRANS: Dieser Parameter legt die minimale Anzahl von Transaktions-Slots in einem Block fest (Standard: 2 für Indizes, 1 für Daten).

Prüfung und Überwachung (Auditing)

  • Standard-Auditing: Die Oracle 10g Standard-Prüfung unterscheidet sich von der wertebasierten Prüfung und dem Fine-Grained Auditing (FGA).
  • Wertebasierte Prüfung: Diese erfasst Datenänderungen und nutzt dafür integrierte Trigger in der SQL-Sprache.
  • FGA: Das Fine-Grained Auditing basiert auf Richtlinien und erfordert im Gegensatz zur wertebasierten Prüfung keine manuellen Trigger.

Oracle Utilities: Export, Import und SQL*Loader

  • Export-Utility: Unterstützt die Sicherung und den Datentransfer zwischen Datenbanken.
  • Import-Utility: Über den Parameter ROWS kann gesteuert werden, ob nur die Daten oder auch die Tabellenstrukturen importiert werden.
  • SQL*Loader: Dieses Tool kann Daten aus externen Dateien in eine oder mehrere Tabellen laden.

Backup und Recovery mit RMAN

Das Dienstprogramm RMAN (Recovery Manager) ermöglicht Backup- und Recovery-Vorgänge für Oracle-Datenbanken, einschließlich Datendateien, Tablespaces und SPFiles. Bei einem Verlust von Redo-Log-Dateien kann der Befehl ALTER DATABASE OPEN RESETLOGS erforderlich sein.

Praktische Anwendungsbeispiele

1. SQL*Loader Lademethoden

Die wichtigsten Methoden zum Laden von Daten sind: INSERT, APPEND und REPLACE.

2. Export eines Schemas

Um beispielsweise nur die Tabellen des HR-Schemas zu exportieren, wird folgender Befehl verwendet:
EXP SYSTEM/PASSWORT FILE=HR.DMP OWNER=HR LOG=HR.LOG

3. Wichtige Import-Parameter

Zu den am häufigsten verwendeten Parametern gehören: USERID, FILE, LOG, FULL, FROMUSER und TOUSER.

4. Multiplexing von Control Files

Um Control Files in einer Database XE zu multiplexen, sind folgende Schritte notwendig:

  1. Ausführen von: ALTER SYSTEM SET control_files='...\file_ctrl1','...\file_ctrl2' SCOPE=SPFILE;
  2. Datenbank mit SHUTDOWN IMMEDIATE herunterfahren.
  3. Eine physische Kopie der Datei file_ctrl1 als file_ctrl2 am Zielort erstellen.

5. Recovery-Befehl

Der Befehl RECOVER DATABASE UNTIL CANCEL ermöglicht die manuelle Wiederherstellung, falls physische Redo-Logs verloren gegangen sind.

6. Aktivierung des Auditing

Mit dem Befehl ALTER SYSTEM SET audit_trail=... wird der Standard-Prüfpfad aktiviert. Der DBA kann zudem FGA-Richtlinien für spezifische Tabellen oder Views erstellen.

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