OSI Session Layer: Management und Service-Primitive
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Management-Aktivitäten in der Session-Schicht
Ein weiteres Merkmal der Session-Schicht dient der Synchronisation und Verwaltung von Aktivitäten. Die Idee dahinter ist, dass der Benutzer Nachrichten in logische Einheiten, sogenannte Aktivitäten, aufteilen kann. Jede Aktivität ist völlig unabhängig von allen sonstigen Tätigkeiten, die davor oder danach stattgefunden haben könnten. Es liegt am Benutzer zu bestimmen, was eine Aktivität definiert. Die Auswahl dessen, was eine Tätigkeit darstellt, wird von den Benutzern getroffen, nicht von der Session-Schicht. Die Session-Schicht sorgt dafür, dass, wenn ein Benutzer eine Anforderung für S-ACTIVITY stellt, der andere einen Hinweis erhält. Um das Sperren von Ressourcen und Probleme auf dem lokalen Rechner zu vermeiden, sollte jede Transaktion als eine Aktivität der Session-Schicht strukturiert werden. Nach Erhalt der S-ACTIVITY-START.indication sammelt der Remote-Host eingehende Nachrichten nur bis zum S-ACTIVITY-END.indication-Punkt. Erst dann werden sie verarbeitet. Die Aktivitäten werden entweder in ihrer Gesamtheit abgeschlossen oder überhaupt nicht. So würde ein externer Fehler für den Remote-Host keine unvollständige Transaktion bedeuten (Unteilbarkeit).
Exception Reporting: Fehlerbehandlung
Ein weiteres Merkmal der Session-Schicht ist ein Mechanismus, um unerwartete Fehler zu melden. Wenn ein Benutzer ein Problem hat, kann dieses Problem einem anderen Benutzer unter Verwendung des ursprünglichen SU-EXCEPTION-REPORT.request gemeldet werden. Mit dieser Primitiven können Daten übertragen werden, die erklären, was passiert ist. Der Ausnahmebericht gilt nicht nur für Fehler, die der Benutzer erkennt. Der Service-Provider (SP) kann eine EXCEPTION-REPORT.indication generieren, um den Benutzer über interne Probleme in der Session-Schicht oder Probleme in der Transportschicht bzw. den unteren Schichten zu informieren. Diese Berichte enthalten ein Feld, welches die Art der Ausnahme beschreibt.
OSI-Service-Primitive und ihre Funktionen
Jede Art von Primitiven kann als Anforderung (Request), Indikation (Indication), Reaktion (Response) oder Bestätigung (Confirm) auftreten. Es gibt 58 Primitive, die in sieben Gruppen unterteilt werden können:
- Aufbau der Verbindung
- Freigabe der Verbindung
- Datentransfer
- Token-Management
- Synchronisation
- Management von Aktivitäten
- Bericht von Ausnahmen