Ozeanische Rücken und Plattentektonik erklärt

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Eigenschaften ozeanischer Rücken

Ozeanische Rücken sind Unterwassergebirge, die sich 2 bis 3 km über den abyssalen Meeresboden erheben. Sie erstrecken sich über 65.000 km und werden periodisch durch seitliche Verschiebungen, sogenannte Transformstörungen, unterbrochen. Der Sulcus centralis bildet dabei die zentrale Kluft.

Das Alter der Ozeanböden beträgt weniger als 185 Millionen Jahre. Die ozeanische Kruste ist symmetrisch zu den Rücken angeordnet: Die Sedimentmächtigkeit nimmt mit der Entfernung vom Rücken zu, während die Bereiche direkt am Rücken frei von Sedimenten sind. Die Erweiterung der Lithosphäre findet direkt an den Rücken statt, wo neuer Meeresboden entsteht.

Plattentektonik und Lithosphäre

Die Lithosphäre ist in starre Platten unterteilt, deren Dicke zwischen 50 und 200 km variiert. Es gibt sieben große Platten sowie etwa ein Dutzend kleinere. Die Bewegung dieser Platten wird durch thermische Energie aus dem Erdinneren und Konvektionsströme im Mantel angetrieben.

Die drei Arten von Plattengrenzen

  • Dorsale (Divergierende Grenzen): Hier entsteht durch aufsteigendes Material aus dem Erdinneren neue ozeanische Lithosphäre.
  • Subduktionszonen (Konvergierende Grenzen): Hier wird Lithosphäre zerstört, was den Ausgleich zur Entstehung an den Rücken bildet.
  • Transformstörungen: Hier wird keine Lithosphäre geschaffen oder vernichtet; die Platten bewegen sich seitlich aneinander vorbei.

Geologische Aktivität

Die ozeanische Erdkruste wird ständig erneuert, während die kontinentale Lithosphäre dauerhaft besteht. Die relative Jugend des Meeresbodens ist direkt auf die Prozesse an den Rücken und in den Subduktionszonen zurückzuführen.

Vulkane und Erdbeben treten gehäuft an den Rändern dieser Platten auf. Erdbeben entstehen, wenn Gesteinsblöcke entlang alter Brüche unter Spannung stehen und sich ruckartig verschieben. Im Laufe der Erdgeschichte haben sich Position, Form, Größe und Anzahl der Platten durch diese stetigen Prozesse kontinuierlich verändert.

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