Die Pariser Friedenskonferenz und die Friedensverträge

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Die Pariser Friedenskonferenz

Im Januar 1918 stellte US-Präsident Wilson dem US-Kongress seine Vierzehn Punkte vor, die einen gerechten und dauerhaften Frieden regeln sollten. Seine Ziele waren:

  • Abschaffung der Geheimdiplomatie.
  • Die Freiheit der Schifffahrt und des internationalen Handels.
  • Die Auflösung der alten Reiche.
  • Die Schaffung einer Gesellschaft der Nationen (Völkerbund).

Diese Prinzipien wurden jedoch nicht vollständig eingehalten, da die europäischen Verbündeten stärker mit der Verteidigung ihrer eigenen Interessen beschäftigt waren. Auf der Pariser Friedenskonferenz (1919–1920) wurden fünf Verträge ausgearbeitet, welche die Bedingungen des Friedens und die neuen Grenzen zwischen den Siegern und Besiegten festlegten.

Die wichtigsten Friedensverträge

Versailles: Unterzeichnet am 28. Juni 1919 zwischen den Alliierten und Deutschland. Das Deutsche Reich wurde durch den Polnischen Korridor in zwei Teile geteilt, das Heer auf 100.000 Mann begrenzt (Entmilitarisierung) und die Kolonien wurden beschlagnahmt. Es gab territoriale Abtretungen (Deutschland musste Elsass und Lothringen abtreten), das Land wurde überwacht, musste riesige Entschädigungen zahlen und wurde als alleinverantwortlich für den Konflikt behandelt. Dieser Vertrag verursachte große Bitterkeit bei den Deutschen und war die erste Saat für den nächsten globalen Konflikt.

Saint-Germain: Unterzeichnet am 10. September 1919 zwischen den Alliierten und Österreich. Dieser Vertrag besiegelte die Auflösung der ehemaligen Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn und beschränkte Österreich auf Gebiete, in denen überwiegend Deutsch gesprochen wurde. Der Anschluss an Deutschland wurde untersagt, und Österreich verlor eine Reihe von Gebieten.

Sèvres: Unterzeichnet am 10. August 1920 zwischen dem Osmanischen Reich und den Alliierten (außer Russland und den USA). Der Vertrag entzog den Osmanen den Großteil ihrer Besitztümer und beschränkte sie auf Konstantinopel und weite Teile Kleinasiens. Das Reich verlor seine Vormachtstellung.

Trianon: Friedensvertrag mit Ungarn vom 4. Juni 1920, in dem die Abtretung von Gebieten an die Tschechoslowakei, Rumänien, Jugoslawien und Österreich geregelt wurde. Dies führte zu einer neuen Grenzziehung und einem erheblichen Bevölkerungsverlust durch Abwanderung.

Neuilly: Der Vertrag von Neuilly-sur-Seine wurde am 27. November 1919 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich) zwischen Bulgarien und den Siegermächten unterzeichnet. Bulgarien stimmte darin dem Verlust einer Reihe von Gebieten zu.

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