Patientenrechte, Pflegeethik und Assessment-Skalen

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1. Patientenrechte

  • Recht auf Information über Rechte und Pflichten.
  • Respektierung der Würde und Privatsphäre.
  • Aufklärung über den Gesundheitszustand durch das medizinische Personal.
  • Vertrauliche Behandlung aller Informationen.
  • Verwendung von Daten ausschließlich für klinische Zwecke und Forschung.
  • Freie Wahl der Ärzte und Gesundheitsdienstleister.
  • Recht auf Namensnennung des behandelnden Arztes.
  • Zugang zu notwendigen Medikamenten.
  • Auswahl zwischen verschiedenen Behandlungsvorschlägen.
  • Recht auf Ablehnung einer vorgeschlagenen Behandlung.

2. Ethische Grundprinzipien

  • Respektierung der Patientenentscheidungen.
  • Wohltun (Tue Gutes für den Patienten).
  • Nichtschaden (Kein Nachteil für den Patienten).
  • Gleichbehandlung aller Patienten unabhängig von ihrer Herkunft oder Identität.

3. Verhaltensregeln in der Pflege

  • Anklopfen vor dem Betreten des Zimmers.
  • Respektvoller Umgang mit Patienten (Sie-Form).
  • Gleichmäßige Fürsorge für alle Patienten.
  • Ärztliche Anordnungen per Telefon nur durch qualifiziertes Pflegepersonal entgegennehmen.
  • Sorgfältiger Umgang mit medizinischen Objekten.
  • Verbot von Alkohol oder Drogen während der Arbeitszeit.
  • Sparsamer Umgang mit Ressourcen.
  • Strikte Trennung von Arbeitszeit und Freizeit.
  • Kein Teilen privater Probleme mit Patienten.
  • Wahrung der Intimsphäre und Diskretion in der Öffentlichkeit.

4. Historische Entwicklung der Patientenrechte

Die Patientenrechte haben sich gewandelt. Vor 1978 wurden Patienten oft nicht gehört. Erst mit der Etablierung der Patientenrechte wurde das Recht auf Information und Mitsprache offiziell anerkannt.

5. Schweigepflicht

Die Schweigepflicht ist eine berufliche Pflicht. Informationen über die Krankengeschichte dürfen das Krankenhaus nicht verlassen. Patienten dürfen nicht lächerlich gemacht oder gegenüber Kollegen diskreditiert werden.

6. Pflegebedürfnisse nach Krankheitsbildern

  • Lernen: Geistige Behinderung
  • Essen und Trinken: Koma-Patienten
  • Kommunikation: Autismus
  • Ruhe und Schlaf: Schlafstörungen
  • Freizeit: Sehbehinderung
  • Hygiene: Darmkrebs
  • Risikovermeidung: Gehörlosigkeit
  • Hautpflege: Verbrennungen
  • Körpertemperatur: Fieber
  • Mobilität und Haltung: Invalidität
  • Atmung: Asthma
  • Geistige Aktivität: Geistige Beeinträchtigung
  • Kleidung: Farbenblindheit
  • Werte und Überzeugungen: Demenz

7. Kategorisierung der Pflegebedürftigkeit

  • Komplette Einheit: Hilfe bei allen Bedürfnissen (z. B. Demenz).
  • Teileinheit: Hilfe bei einem Teil der Bedürfnisse.
  • Zeiteinheit: Vorübergehender Bedarf (z. B. Beinverletzung).
  • Unabhängigkeit: Keine Unterstützung erforderlich.
  • Ursache: Gründe für die eingeschränkte Autonomie.

8. Barrieren in der Pflege

  • Physische Barrieren: Körperliche Eignung, mechanische Fähigkeiten, sensorische Defizite.
  • Psychologische Hindernisse: Gefühle, Emotionen, Stimmung, intellektuelle Fähigkeiten.
  • Soziale Hindernisse: Beziehungen, wirtschaftliche Schwierigkeiten, Wohnumfeld.
  • Wissensdefizite: Mangelndes Verständnis für Gesundheit und Krankheit.

9. Assessment-Skalen

Barthel-Index

Bewertung von: Essen, Wasserlassen, Stuhlgang, Baden, WC-Benutzung, Ankleiden, Transfers, Gehen, Treppensteigen.

Lawton-Skala

Bewertung von: Telefonnutzung, Einkaufen, Essenszubereitung, Hausarbeit, Wäsche, Transport, Medikamenteneinnahme, Finanzverwaltung.

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