Pflegehinweise: Parkinson-Medikation & Benzodiazepine
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Pflegediagnosen bei Parkinson-Medikation
Mögliche Pflegediagnosen bei Menschen unter Anti-Parkinson-Medikation sind:
- Sturzgefahr aufgrund von Dyskinesie, Verlust des Gleichgewichts oder orthostatischer Hypotonie.
- Wissenslücken über den richtigen Umgang mit Arzneimitteln.
- Verstopfung.
Ernährung und Levodopa-Einnahme
Bei der Parkinson-Behandlung gelten folgende Ernährungsempfehlungen und rationale Begründungen:
- Die Einnahme von Medikamenten sollte auf nüchternen Magen erfolgen.
- Mahlzeiten können 15–20 Minuten später eingenommen werden, um Magenbeschwerden zu vermeiden.
- Vermeiden Sie die Einnahme von Levodopa zusammen mit proteinreichen Mahlzeiten.
- Beurteilen Sie, ob die Person Multivitaminpräparate erhält oder mit Vitamin B6 angereichertes Getreide oder Milch konsumiert. Diese Produkte sollten vermieden werden.
Aufklärung über Nebenwirkungen
Für Personen unter Parkinson-Behandlung ist die Gesundheit durch Aufklärung über Nebenwirkungen entscheidend. Wenden Sie sich im Zweifelsfall oder wenn Nebenwirkungen die Lebensqualität stark einschränken an medizinisches Fachpersonal. Beachten Sie, dass die Behandlung nicht eigenmächtig abgebrochen werden darf, da dies ein schweres Krankheitsbild des Parkinsonismus auslösen könnte.
ZNS-Depression und Wirkmechanismen
Was ist eine Depression des ZNS?
Eine Depression des zentralen Nervensystems (ZNS) weist verschiedene Schweregrade auf und muss als ein Kontinuum verstanden werden. Dieses reicht von Entspannung, Sedierung und Schlafinduktion bis hin zur Anästhesie. Die Endstadien sind Koma und Tod.
Wirkung von Anxiolytika und Hypnotika
Angstlösende (Anxiolytika) und hypnotisch wirkende Medikamente setzen am GABA-A-Rezeptor an. Diese Rezeptoren sind mit Chloridkanälen (Cl-) verbunden. Wenn diese Kanäle stimuliert werden, kommt es zu einem postsynaptischen Einstrom dieser Ionen. Dadurch wird die Membran hyperpolarisiert und die ZNS-Stimulation gehemmt. Generell beschreibt dies Medikamente mit der Fähigkeit, eine beruhigende Wirkung zu erzielen und in höheren Dosen Schlaf zu induzieren.
Sicherheit im Umgang mit Benzodiazepinen
Symptome einer Benzodiazepin-Vergiftung
Ein Symptom, das den Verdacht auf eine Benzodiazepin-Vergiftung nahelegt, ist die schwere Erweckbarkeit einer Person ohne sonstige erkennbare Ursache.
Risiken für ältere Patienten
Nebenwirkungen von Benzodiazepinen können für ältere Patienten besonders problematisch sein. Übermäßige Sedierung kann zu Immobilität führen. Diese Unbeweglichkeit begünstigt die Ansammlung von Sekreten, was das Risiko einer Pneumonie (Lungenentzündung) erhöht. Ebenfalls bestehen Risiken für Desorientierung und Erregungszustände.
Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die wichtigsten Nebenwirkungen von Benzodiazepinen sind:
- Schläfrigkeit
- Ataxie (Koordinationsstörungen der willkürlichen Bewegungen)
- Psychomotorische Störungen
Anwendungshinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Patienten, die mit Benzodiazepinen behandelt werden, sollten den Konsum von Koffein, Teein und Nikotin vermeiden. Zudem ist die Mischung mit anderen Medikamenten zu vermeiden, da Inkompatibilitäten bestehen und Niederschläge (Präzipitationen) sowohl im Gefäß als auch im Katheterlumen auftreten können.
Die Lösung ist nicht lange stabil. Die Ampulle sollte in Kochsalzlösung oder 5%iger Dextrose verdünnt und sofort über einen Zeitraum von mindestens 30 Minuten verabreicht werden. Die Infusion sollte mindestens 20 Minuten dauern; eine zu schnelle Infusion kann schwere Schläfrigkeit und in geringerem Maße Atemdepression verursachen.
Pflegerische Maßnahmen zur Sicherheit
Um die Sicherheit im Umfeld von Patienten zu fördern, die Benzodiazepine einnehmen, sollten folgende Punkte beachtet werden:
- Vermeiden Sie das Autofahren oder gefährliche Tätigkeiten.
- Unterstützen Sie den Patienten beim Transfer (insbesondere ältere Menschen), bis das Ausmaß der Auswirkungen auf die Beweglichkeit und das Gleichgewicht bekannt ist.
- Besonders beim Aufstehen aus dem Bett ist Vorsicht geboten; es ist sinnvoll, zu Beginn der Mobilisation einen Stuhl neben das Bett zu stellen.