Pflegeleitfaden: Ernährung, Sondenernährung und Einläufe
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Verabreichung von Nahrung: Orale Ernährung
Benötigtes Material
- Nahrung, Gläser und Besteck
- Servietten, flexible Strohhalme
- Saugeinlagen, Tücher und Handschuhe
Verfahren
- Hände waschen.
- Allergien gegen Nahrungsmittel prüfen.
- Eine ruhige Atmosphäre während der Mahlzeit schaffen.
- Schmerzen vor den Mahlzeiten lindern.
- Privatsphäre des Nutzers wahren und diesen informieren.
- Hilfeersuchen des Patienten und seiner Familie berücksichtigen.
- Den Nutzer bitten, sich die Hände zu waschen.
- Den Patienten in eine korrekte Sitzposition (Fowler-Position) bringen, dabei Kopf und Hals leicht beugen.
- Unterstützung bei Patienten, die nicht selbstständig essen können.
- Bei älteren Menschen oder neurologischen Erkrankungen kleine Portionen verabreichen.
- Essen in kleine Stücke schneiden.
- Mahlzeiten mit Flüssigkeiten begleiten und bei Bedarf anbieten.
- Auf die richtige Temperatur der Speisen achten.
- Mundhygiene durchführen und Hände nach dem Essen waschen.
- Den Patienten in eine bequeme Position bringen und Zugang zu Rufanlage und persönlichen Gegenständen sicherstellen.
- Nahrungsaufnahme unterbrechen, wenn der Patient müde ist oder keinen Appetit hat.
Nasensonden-Ernährung
Die Sondenernährung erfolgt über einen Schlauch, der durch die Nase in den Magen eingeführt wird. Die Nahrung ist flüssig und enthält den notwendigen Brennwert.
Vorbereitung und Durchführung
- Überprüfung des Magenrestes: Vor jeder Gabe den Mageninhalt vorsichtig mit einer Spritze aspirieren. Wenn das Volumen 50 ml überschreitet, den Inhalt reinyektieren und eine Stunde warten, bevor die nächste Gabe erfolgt.
- Spülung: Am Ende der Sondengabe die Magensonde mit 50 ml Wasser (bei Erwachsenen) spülen.
- Applikationsformen: Schwerkraft, Spritze oder Pumpe.
- Nach der Verabreichung den Nutzer in einer bequemen Position belassen, Material entsorgen und Handschuhe ausziehen.
Material
Nahrung, Spritze, Handschuhe, Anschlusssysteme, Pflaster, Gaze, Servietten, Wasserglas, Stethoskop, Pinzetten.
Anwendung eines Einlaufs
Definition
Einführung einer flüssigen Lösung in den Mastdarm oder Dickdarm durch den After mittels einer Kanüle, um die Evakuierung von Stuhl und Gasen zu unterstützen.
Ausstattung
Handschuhe, Steckbecken, Wasser, Seife, Schwamm, Handtücher, Saugeinlagen, Einlaufset, Gleitmittel, Gaze, Wäschebeutel, Klemmen.
Verfahren
- Händewaschen und Wahrung der Privatsphäre.
- Patient in die linke Seitenlage bringen.
- Kommerzielle Präparate: Kanüle mit Gleitmittel einführen und 10 Minuten warten.
- Nicht-kommerzielle Präparate: Einlaufbehälter ca. 30 cm über dem Anus platzieren.
- Sonde einführen (bei Erwachsenen 7 bis 10 cm), System entlüften und Lösung (Temperatur 37–40 °C) verabreichen.
- Patienten anweisen, die Lösung 5 bis 10 Minuten zu halten.
Gegenanzeigen
Keine Einläufe bei Patienten mit Herzinfarkt oder kürzlich erfolgten Rektum-Operationen.
Gewinnung bei Fecaloma
Maßnahmen zur Entfernung von akkumuliertem, verhärtetem Stuhl.