Pharmazeutische Industrie und das menschliche Immunsystem

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Die pharmazeutische Industrie

Pharmazeutische Unternehmen investieren hohe Summen in die Entwicklung und Erprobung neuer Medikamente. Zum Ausgleich dieser Investitionen ist jedes Produkt durch ein 20-jähriges Patent geschützt. Dieses gewährt das exklusive Nutzungsrecht und verhindert den Import günstigerer Nachahmerprodukte aus anderen Ländern.

Zulassungsverfahren für Medikamente

  1. Präklinische Phase: Das Medikament muss zunächst in Laborversuchen sowie an Versuchstieren und gesunden Menschen getestet werden.
  2. Klinische Studien: Bei positiven Ergebnissen folgen Studien an erkrankten Probanden.
  3. Markteinführung: Erst wenn die Wirksamkeit und Sicherheit zweifelsfrei belegt sind, beginnt die Vermarktung.

Medizinische Techniken und künstliche Abwehr

Medizinische Techniken zielen darauf ab, Krankheiten zu vermeiden oder zu heilen:

  • Chirurgie: Manueller Eingriff am betroffenen Organ.
  • Transplantation: Implantation von Organen oder Gewebe (von Spendern der gleichen oder einer anderen Spezies).
  • Medikamente: Stoffe zur Vorbeugung, Bekämpfung und Linderung von Krankheiten.

Antibiotika und Immunität

Antibiotika werden eingesetzt, um Bakterien abzutöten oder deren Wachstum zu hemmen.

  • Aktive Immunität: Wird durch den Kontakt mit einem Antigen (durch Krankheit oder Impfung) erworben.
  • Passive Immunität: Wird durch mütterliche Antikörper (Schwangerschaft/Stillzeit) oder durch die Gabe von Seren erworben.

Impfstoffe

Impfstoffe bestehen aus inaktivierten oder abgeschwächten Keimen. Sie ermöglichen es dem Körper, durch das immunologische Gedächtnis der Lymphozyten Antikörper zu bilden, ohne die Krankheit selbst zu durchlaufen.

Das menschliche Immunsystem

Das Immunsystem erkennt und unterscheidet körpereigene Zellen von eindringenden Krankheitserregern. Es eliminiert Fremdkörper und kann bei Fehlfunktionen auch körpereigenes Gewebe angreifen.

Die erste Verteidigungslinie: Barrieren

Der Körper schützt sich durch natürliche Barrieren:

  • Haut: Verhindert das Eindringen von Erregern.
  • Schweiß und Fettsäuren: Hemmen das Bakterienwachstum.
  • Tränen, Urin und Speichel: Wirken desinfizierend.
  • Verdauungssäfte: Zerstören Mikroorganismen in der Nahrung.

Die zweite Verteidigungslinie: Entzündungsreaktion

Wenn Erreger die erste Barriere überwinden, reagiert das Immunsystem mit einer Entzündung (Rötung und Schwellung):

  1. Beschädigte Zellen setzen Botenstoffe frei.
  2. Histamin erhöht den Blutfluss und lockt weiße Blutkörperchen an.
  3. Weiße Blutkörperchen (z. B. Neutrophile und Makrophagen) zerstören die Bakterien, wobei Eiter entstehen kann.

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