Phasen der Französischen Revolution und Strukturwandel
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Phasen der Französischen Revolution und des Empire
| Phase | Zeitraum | Verfassung und Funktionen | Wichtigste Ereignisse |
|---|---|---|---|
| Monarchie | 1789–1792 | Die Verfassung von 1791 ordnet: Konstitutionelle Monarchie, Gewaltenteilung und Zensuswahlrecht für Männer. |
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| Konvention | 1792–1794 | Verfassung von 1793: Allgemeines Wahlrecht für Männer; Führung durch die Jakobiner. |
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| Direktorium | 1794–1799 | Verfassung von 1795: Gesetzgebende Gewalt liegt bei zwei Kammern; Exekutivgewalt beim Direktorium; Führung durch Girondisten. |
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| Konsulat | 1799–1804 | Verfassung von 1800: Legislative durch Ausschüsse; drei Konsuln. Reform 1802: Napoleon wird Konsul auf Lebenszeit. | Staatsstreich Napoleons und Ende des Direktoriums. |
| Empire (Kaisertum) | 1804–1815 | Verbreitung der revolutionären Ideen in Europa. |
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Historische Grundbegriffe und Definitionen
- Zensuswahlrecht: Das Recht, nur Personen mit einer bestimmten Höhe an Einkommen oder Vermögen wählen zu lassen.
- Heilige Allianz: Ein Militärbündnis zwischen Russland, Preußen und Österreich, um überall in Europa gegen liberale Revolutionen einzugreifen.
- Nationalismus: Ideologie, bei der Staat und Nation (eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamer Geschichte, Sprache und Tradition) eine Einheit bilden sollen; jedes Volk hat das Recht auf Selbstverwaltung.
- Industrielle Gesellschaft: Gesellschaftsform, in der die Produktion außerhalb der Familie stattfindet. Merkmale: Arbeitskonzentration, Arbeitsteilung, Wirtschaftswachstum und Kapitalakkumulation.
- Extensive Landwirtschaft: Landnutzung ohne große Investitionen, bei der die Produktion primär auf der Flächenausdehnung basiert.
- Versorgungskrise (Long-Krise): Eine durch Missernten verursachte Krise, die zu Hunger, Krankheiten und einer Verschlechterung der Lebensbedingungen führt.
- Vier-Jahres-Fruchtfolge: Ein System der Bodenbewirtschaftung, bei dem Produkte jährlich abwechseln, um die Brache zu vermeiden.
- Physiokratie (Fisiokrazia): Ökonomische Lehre, die die Landwirtschaft als wichtigste wirtschaftliche Aktivität ansieht.
- Open Field: Offenes Feldsystem ohne Einzäunungen.
- Einhegung (Enclosures): Prozess, bei dem Großgrundbesitzer durch gesetzliche Ermächtigung das Land kleiner Bauern übernehmen und einzäunen.
Das alte demografische Modell
Das traditionelle demografische Modell war geprägt durch:
- Hohe Sterberate und hohe Geburtenrate
- Häufige Missernten und schlechte Ernährung
- Geringe positive natürliche Wachstumsrate
- Kriege und Schädlingsplagen
- Mangel an hygienischen Gewohnheiten
- Mangelnde Effizienz der Medizin und langsames Bevölkerungswachstum
Die Agrarrevolution
Die Umgestaltung der Landwirtschaft bildete die Basis für den weiteren Fortschritt:
- Reform des Landbesitzes: Neue Eigentumsverhältnisse und Einhegungen.
- Technischer Fortschritt: Einsatz von Düngemitteln, neuen Kulturen und Mechanisierung (Maschinen).
- Folgen: Steigerung der Produktivität und Produktion, was zur demografischen Revolution führte.
- Soziale Auswirkungen: Bauern wurden zu Konsumenten von Gütern; Abwanderung in die Städte (Urbanisierung) zur Stärkung der Wirtschaft.