Philosophie: Christentum, Epikur und Descartes im Vergleich
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Merkmale des Christentums
- Monotheismus: Glaube an einen einzigen Gott.
- Kreationismus: Die Vorstellung, dass Gott die Welt aus dem Nichts erschaffen hat.
- Zeitverständnis: Die Weltgeschichte ist linear und auf ein Ziel ausgerichtet.
- Wahrheit: Die Suche nach der göttlichen Wahrheit.
- Menschenbild: Der Mensch wurde als Ebenbild Gottes geschaffen.
Die Ethik des Epikur
Die epikureische Ethik ist materialistisch geprägt und definiert Kriterien für Gut und Böse basierend auf dem Streben nach Glück. Die Natur des Menschen ist auf Freude ausgerichtet.
Arten des Vergnügens
Epikur unterscheidet drei Arten von Vergnügen, um Schmerzen und Leiden zu vermeiden:
- Natürlich und notwendig: Grundbedürfnisse wie Essen und Ruhe.
- Natürlich, aber nicht notwendig: Luxuriösere Varianten der Grundbedürfnisse.
- Nicht natürlich und nicht notwendig: Streben nach Reichtum, Ehre und Macht.
Um ein glückliches Leben zu führen, gilt es, Ängste (vor Göttern und dem Tod) zu überwinden und ein einfaches Leben ohne Exzesse zu führen.
Erkenntnistheorie: Augustinus vs. Descartes
Augustinus: Die göttliche Erleuchtung
Für Augustinus ist Christus die zentrale Figur. Wissen ist eine höhere Wahrheit, die auf platonischen Vorstellungen von Seele und Körper basiert. Er geht von angeborenen Ideen aus, die Gott in unser Gedächtnis gelegt hat. Gott fungiert hierbei als der innere Lehrer.
Descartes: Die Methode des Zweifels
Descartes hingegen sucht nach einem fehlerfreien Weg zum Wissen durch methodische Regeln:
- Evidenz: Nur das akzeptieren, was klar und deutlich ist.
- Analyse: Komplexe Probleme in einfachere Teile zerlegen.
- Synthese: Vom Einfachen zum Komplexen aufbauen.
- Enumeration: Vollständige Überprüfung, um Fehler auszuschließen.
Durch den methodischen Zweifel (Täuschung der Sinne, Traum vs. Realität, böser Dämon) gelangt er zum ersten unumstößlichen Prinzip: Cogito ergo sum („Ich denke, also bin ich“).
Die Substanzlehre bei Descartes
Descartes definiert Substanz als etwas, das zu seiner Existenz nichts anderes benötigt:
- Unendliche Substanz: Gott (das vollkommene Wesen).
- Res extensa: Die materielle Welt (Ausdehnung, Ort, Bewegung).
- Res cogitans: Der Geist oder die Seele (Denken, Liebe, Hass).
Klassifizierung der Ideen
- Externe Ideen: Stammen aus der Außenwelt (z. B. Haus, Baum).
- Fiktive Ideen: Durch die Vorstellungskraft erschaffen (z. B. Zentaur, Meerjungfrau).
- Angeborene Ideen: Von Natur aus vorhanden (z. B. Gott, das Ich).