Philosophische Betrachtung der menschlichen Natur
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Die menschliche Natur
Die menschliche Natur umfasst alle lebenden Wesen, im Gegensatz zu künstlichen Objekten. Bei Menschen ist die Natur eng mit der Kultur verknüpft (z. B. Sprache, Gehen oder Fahrradfahren).
Existiert die menschliche Natur?
Es besteht eine grundlegende Identität zwischen allen Menschen. In allen Kulturen gibt es sogenannte kulturelle Universalien, die eine wesentliche Gleichheit unter den Menschen begründen. Man unterscheidet zwischen:
- Erster Natur: Angeboren und allen Menschen gemeinsam.
- Zweiter Natur: Durch menschliche Kultur geprägt.
Philosophische Definition der menschlichen Natur
- Intelligenz: Die Fähigkeit, Informationen zu erfassen, zu produzieren und zu transformieren. Intelligenz ist sozial geprägt; unsere Natur entwickelt sich durch Lernen und Bildung.
- Autonomie: Der Mensch kann ein hohes Maß an Autonomie erreichen, was teilweise auf Bildung zurückzuführen ist.
- Suche nach Sinn: Sinn bedeutet Richtung. Diese Richtung kann transzendent oder immanent sein.
Ist die menschliche Natur eine Quelle für Rechte und Pflichten?
Das natürliche Sittengesetz oder Naturrecht soll das menschliche Zusammenleben auf Basis der Natur regeln.
- Einige Autoren, wie Hume, kritisieren diese Position und argumentieren, dass man vom „Sein“ nicht auf ein „Sollen“ schließen kann.
- Andere Philosophen sehen in der natürlichen Moral einen Schutz vor Relativismus und der Willkür der Macht.
Naturrecht und moralische Probleme
Es ist schwierig, eine moralische Ordnung allein aus der Natur abzuleiten, ohne in Relativismus zu verfallen. Die Natur als Rechtsquelle verweist oft auf die Idee Gottes. Kant argumentierte, dass ein moralisches Recht einen Gesetzgeber voraussetzt.
Ein weiterer Ansatz basiert auf der Vernunft als Wesen des Menschen. Ein rationales ethisches Projekt – eine „zweite Natur“ – dient als Quelle für Moral und Rechte, basierend auf dem Begriff der Würde.
Ist der Mensch von Natur aus würdevoll?
Die Würde ist ein metaphysisches Ziel des Menschen. Um die eigene Würde zu wahren, ist der Respekt vor anderen grundlegend; Menschen müssen entsprechend handeln. Die Würde entsteht in der Natur, wird aber durch die Kultur etabliert.
Autonomie
Autonomie ist die Fähigkeit eines Wesens, seine Integrität zu bewahren und seine Handlungen an Zielen auszurichten, die auf Informationen, Gedächtnisinhalten und eigenen Bewertungskriterien basieren.
Person
Jede rationale Person ist Herr ihrer Handlungen. Dies gilt für alle Menschen, unabhängig von Alter oder Behinderung, auch wenn diese in ihrer Autonomie eingeschränkt sein mögen.