Philosophische Strömungen: Von Empirismus bis Nietzsche
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Empirismus
Der Empirismus ist die philosophische Theorie, dass Erfahrung die Grundlage für objektives Wissen bildet. Er besagt, dass alles Wissen aus der Erfahrung abgeleitet wird und durch die Sinne gerechtfertigt werden muss. Der Geist wird dabei als ein unbeschriebenes Blatt (Tabula rasa) betrachtet.
Phänomenologie
Das Phänomen ist das Ergebnis einer spezifischen Denkweise über Wissen. Erkenntnis beginnt in der Erfahrung und ist auf diese beschränkt. Die Sinnlichkeit ist nach den Anschauungen von Raum und Zeit organisiert. Die Ergebnisse sind Phänomene, die durch die Anwendung des Verstandes auf die geistige Erkenntnis entstehen. Dies impliziert, dass unser Wissen nicht über die Daten der Erfahrung hinausgeht; wir kennen nur die durch die Sinne organisierten Strukturen.
Metaphysik
Die Metaphysik unterteilt die Wirklichkeit in eine höhere Ebene göttlichen, ewigen Ursprungs und eine niedrigere, weltliche Ebene von ephemerer Natur. Um diese Einteilung zu rechtfertigen, erfindet der Philosoph eine transzendente, übersinnliche Welt, der er positive Eigenschaften zuschreibt, während er die sinnliche Welt mit negativen Attributen belegt.
Nihilismus
Der Nihilismus beschreibt die schwierige Situation des westlichen Menschen nach der Zerstörung der platonisch-christlichen Werte, die seine kulturelle Tradition bildeten. Diese Werte führten zur Demütigung und Annullierung des Menschen. Eine positive Richtung ergibt sich erst durch die Überwindung dieser lebensfeindlichen Werte, was die Möglichkeit eröffnet, neue, lebensbejahende Werte zu schaffen.
Der Übermensch
Die Idee von Nietzsches Übermensch ist eines der komplexesten und am häufigsten missverstandenen Konzepte. Der Übermensch repräsentiert neue Tugenden eines Menschen, der frei nach seinem eigenen Willen entscheidet. Er ist derjenige, der die traditionellen Werte der westlichen Kultur, das jüdisch-christliche Ideal und die moralischen Verhaltensweisen der Herde abgelehnt hat.
Wille zur Macht
Alle unsere Handlungen werden von unseren Instinkten geregelt, die sich auf einen zentralen Antrieb reduzieren lassen: den Willen zur Macht. Wir streben nach Macht und der Herrschaft über die Dinge. Der Wille zur Macht ist verantwortlich für die Umwertung der Werte, um neue Maßstäbe für das Leben, die Moral oder die Religion zu schaffen. Es ist ein instinktiver Antrieb, den nur der Übermensch voll entfalten kann.