Philosophische Strömungen: Erkenntnistheorie im Überblick

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Empirismus

Der Empirismus lässt sich oft in der Formel zusammenfassen: Alles Wissen stammt aus sinnlicher Erfahrung. Durch die Erfahrung können wir nicht mehr wissen als besondere Ereignisse; jede Verallgemeinerung solcher Daten als notwendige Naturgesetze ist illegitim.

Kritik am Kausalitätsprinzip

Diese assoziative Beziehung besteht nur zwischen meinen Wahrnehmungen und psychischen Erscheinungen. Sie sagt nichts darüber aus, wie diese Dinge außerhalb meines Kopfes verbunden sind, und kann noch weniger die Existenz einer echten Kausalbeziehung zwischen ihnen behaupten.

Kurzum: Der Empiriker erkennt zwar die Forderungen der theoretischen Vernunft an, findet jedoch, dass solche Anforderungen unrealistische Illusionen sind.

Darüber hinaus führt der Empirismus zum Solipsismus. Da sich die Sinnesorgane bei jedem Subjekt unterscheiden, sind die daraus gewonnenen Erkenntnisse letztlich privat und nicht mitteilbar.

Pragmatismus

Unsere Annahmen über die Realität werden durch ihre Nützlichkeit in der Praxis legitimiert und dienen als Mittel für kollektive Zwecke.

Die Sätze der Naturwissenschaften sind die einzigen, die über die Welt sprechen können – als Wahrheit durch Korrespondenz mit überprüfbaren Fakten. Sie besitzen daher als einzige eine tatsächliche empirische Bedeutung.

Neopragmatismus

Der naive Glaube, dass eine systematische Korrelation zwischen Aussagen und Fakten realistisch festgestellt werden kann, ist zweifelhaft. Noch zweifelhafter ist die Annahme, dass diese Kontrollen die gewöhnliche Form wissenschaftlicher Verfahren darstellen.

Die Begriffe der Verifikation und Falsifikation (oder Widerlegung) sind, wenn sie auf diese Weise verstanden werden, problematisch naiv und beschreiben die Logik der wissenschaftlichen Forschung nicht adäquat.

Relativismus

Relativistische Positionen variieren je nach Ausmaß und Charakter des Rahmens, auf den sich die Wahrheitsbehauptung bezieht. Dies reicht von einem individuellen Relativismus, der letztlich in den Solipsismus führt, bis hin zu kulturellem oder sprachlichem Relativismus.

Hierbei hängt die Wahrheit von der Kultur ab, in der man tätig ist, sowie von sozialen, historischen, ethnischen und psychologischen Rahmenbedingungen. Wahrheit ist demnach nur innerhalb dieser Raum-Zeit-Frameworks von Bedeutung.

Rationalismus

In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff Rationalismus nicht die Verteidigung der Vernunft gegenüber anderen Fakultäten oder die Bevorzugung rationaler Erkenntnis. Er bezieht sich vielmehr auf die metaphysische Behauptung über die vernünftige Natur der Wirklichkeit selbst.

Dies lässt sich durch die Hegelsche Formel beschreiben: „Alles, was vernünftig ist, das ist wirklich; und was wirklich ist, das ist vernünftig.“ Dies ist der Ursprung des sogenannten Prinzips vom zureichenden Grund.

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