Phonologische Bewusstheit und Aussprache: Übungen und Ziele

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Potenzial der phonologischen Bewusstheit: Aspekte, die die Lesefähigkeit beeinflussen 1. Ein gutes Gehör und die auditive Diskriminierung sind Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit des Ohrs. Es gibt zwei Typen: die allgemeine (auditive) Diskriminierung und die phonetische Diskriminierung.

2. Orofaziale Motorik: Die Entwicklung der Muskulatur von Gesicht, Zunge und Lippen ist wichtig. Die Stimulation erfolgt nicht direkt in Form von Übungen, sondern auf indirekte und spielerische Weise.

3. Eine Arbeit gegen die Aussprache, die isoliert und abfällig erfolgt, ist keine gute Methode. Wenn Kinder Laute nicht richtig aussprechen können, benötigen sie Unterstützung beim Vokalgebrauch und bei der Aussprache.

4. Wir sollten Kinder nicht vor ihren Mitschülern korrigieren. Wir sollten abfällige Wiederholungen vermeiden und das Kind nicht zwingen, Wörter immer wieder nachzusprechen.

5. Motivation ist wichtig für das Lernen.

Ziele der Wahrnehmung und auditiven Diskriminierung: Allgemeine Merkmale (Snider)

Erstes Ziel: Das Kind soll eine gute auditive Diskriminierung entwickeln. Dafür sollten wir die Reifung der Aspekte fördern, die an der Aneignung des phonetischen und phonologischen Systems beteiligt sind (Wortliste: Affinität).

Zweites Ziel: Die Produktion von Lauten soll verbessert werden. Gegensätze und Sprachpausen werden automatisiert. Die Aneignung der Phonetik erfolgt durch gezielte Verwendung von Übungen.

Übungen zur auditiven Diskriminierung und Aufmerksamkeit: Unterscheidung zwischen Geräuschen und Aufmerksamkeitsübungen, zum Beispiel: Lautstärke, Identifikation, Tempo, Geräuschvergleiche.

Beispiele für Übungen:

  • Geräusche hinter einem Sichtschutz erzeugen, die die Handlung eines Kindes simulieren
  • Objekte aneinander reiben
  • Geräusche von Tieren nachahmen
  • Geräusche mit Instrumenten erzeugen
  • Fragen zu Geräuschen aus dem Alltag stellen (das Klingeln des Telefons, die Haustür, …)
  • Kinder erkennen Geräusche: In einer Box mit verschiedenen Objekten wird ein Geräusch erzeugt, das das Kind identifizieren muss
  • Mit der Hörschwelle des Kindes arbeiten: Bei jedem Versuch wird die Lautstärke gesenkt
  • Ein Kind sitzt mit dem Rücken zur Gruppe, während ein anderes spricht; das Kind muss erraten, wer spricht

Orofaziale Motorik-Entwicklung: Es geht um die Steuerung des Luftausgangs und die Dauer des Atems, um die Muskulatur von Mund und Gesicht zu entwickeln sowie um die Elastizität und Beweglichkeit der Zunge.

Es gibt viele Übungen:

  • Mit dem Strohhalm Wasser in einem Becher oder Luftballons aufblasen
  • Mit einem Strohhalm Papierkugeln einzeln verschieben
  • Grimassen schneiden und Gesichter nachahmen, wie dick und dünn oder wie eine Schlange
  • Gesichtsausdrücke (fröhlich, traurig, wütend) gegenüber anderen Kindern zeigen

Diskriminierung und phonetische Wahrnehmung (Geräusche und Sprache)
Aussprache wird durch Bewegungen des Mundes unterstützt. Viele Übungen enthalten die gleiche Dynamik, bei der ein bestimmter Laut einer bestimmten Handlung zugeordnet wird.

Verbindung von Geräuschen und Alltagssituationen mit Onomatopoesie (Klopfen an der Tür: pom pom) oder Geräusche von Tieren (der Hahn: kikeriki, die Kuh: muuuuh, die Katze: miaaauuu, …).

Bewegung des Körpers unterstützt die Lautbildung:
Beispiel: Laute wie /m/ und /n/ mit vibrierendem Schnarchen verbinden.

Assoziationen von Silbe und Handlung: Ziel ist es, die Silbe zu identifizieren. Zur Diskriminierung der Silben werden Oppositionsübungen genutzt (offene und geschlossene Silben, Konsonantenwiderstand, Vokal/Konsonant).

Verknüpfung eines Lautes mit einer Reaktion: Die Lehrkraft ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie sollte jedem Kind eine konkrete Maßnahme zuordnen, wenn es einen bestimmten Laut erkennt.

Lautbildung im Wort: Gleiche Spiele mit gleichem Laut: Maus / Pferd. Dies erleichtert die Silbengliederung (nur mit /+/).

Phonetisches Lotto: Bilder mit Lauten in verschiedenen Positionen (Anlaut, Mittellaut, Endlaut) zuordnen.

Zungenbrecher (Trabalenguas) erleichtern das gemeinsame Üben schwieriger Laute.