Physikalische und chemische Eigenschaften von Erdöl

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Physikalische Eigenschaften von Erdöl

Farbe: Variiert von Gelb bis Rotbraun. Der Farbton verdunkelt sich mit zunehmender Dichte, die durch einen höheren Asphaltanteil steigt.

Geruch: Hängt von der Menge an leichten Kohlenwasserstoffen und Verunreinigungen ab. Er reicht von einem benzinartigen Geruch bis hin zu einem unangenehmen Geruch, der an Verbrennung erinnert.

Spezifisches Gewicht: Erdöl ist leichter als Wasser. Das Gewicht wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, insbesondere durch den Anteil an Asphalt.

Viskosität: Je nach Dichte und chemischer Zusammensetzung kann es eine sehr dünnflüssige oder zähe Flüssigkeit sein.

Löslichkeit: Es ist unlöslich in Wasser und bleibt aufgrund seines geringen Gewichts an der Oberfläche. Es ist löslich in Benzol, Äther, Chloroform und anderen organischen Lösungsmitteln.

Chemische Eigenschaften von Erdöl

Erdöl ist eine dunkle, zähe Flüssigkeit. In ihrem natürlichen Zustand ist sie ein Gemisch aus mehreren hundert Kohlenwasserstoffen.

* Kohlenwasserstoffe sind organische Verbindungen, die ausschließlich aus Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen bestehen.

Die Dichte ist geringer als die von Wasser (0,75 bis 0,95 g/cm³).

Ölsorten und Klassifizierung

Die unterschiedlichen Mengen an chemischen Verbindungen (organisch und anorganisch) bestimmen die spezifischen Eigenschaften wie Farbe, Dichte und Viskosität, anhand derer das Öl klassifiziert wird. Die Einteilung erfolgt meist nach folgenden Kriterien:

Klassifizierung nach chemischer Zusammensetzung

Diese Einstufung basiert auf dem Vorhandensein bestimmter chemischer Komponenten. Man unterscheidet:

  • Paraffinbasis: Der Hauptbestandteil ist Paraffin. Diese Öle sind dünnflüssig und hell. Sie liefern bei der Raffination eine höhere Ausbeute an Naphtha (für Verdünner, Reinigungsmittel oder Benzin) und Schmierstoffen als andere Ölsorten.
  • Naphthenbasis: Hauptkomponenten sind Naphthene und aromatische Kohlenwasserstoffe. Diese Öle sind sehr zäh und dunkel gefärbt. Sie erzeugen bei der Raffination eine größere Menge an Rückständen.
  • Gemischte Basis: Hierbei handelt es sich um das Vorhandensein beider Verbindungstypen.

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