Pío Baroja und Miguel de Unamuno: Literarische Porträts
Eingeordnet in Spanisch
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 2,59 KB
Pío Baroja (Baskenland)
Fundamentale Ideen
- Dissens: Baroja war zeit seines Lebens ein radikaler Außenseiter. Er sah eine Gesellschaft, die versuchte, ihn ungerechterweise zu zerstören; da er nicht wusste, wie er darauf reagieren sollte, pflegte er eine rein kritische Haltung.
- Große Zärtlichkeit für benachteiligte Menschen und Randgruppen: Er protestierte gegen die Mängel der heutigen Gesellschaft, die solche Situationen zulässt.
- Der Kampf als Ziel: Er betrachtete Aktion und Kampf als das primäre Ziel der menschlichen Existenz.
Romane
Ein Teil seiner Romane ist in Trilogien gruppiert. Die Titel geben das gemeinsame Merkmal der Romane an, die sie umfassen.
Die wichtigsten Trilogien sind:
- "The Fight for Life" (Der Kampf ums Leben): Die Suche.
- "Tierra Vasca" (Baskenland): Zalacaín der Abenteurer.
- "The Race" (Die Rasse): Der Baum der Erkenntnis.
- "Das Meer": Die Unruhe des Shanti Andía.
Eine weitere Serie trägt den Titel "Die Memoiren eines Mannes der Tat": 22 Romane über die angeblichen Erinnerungen eines Vorfahren von Baroja, in denen Abenteuer und Intrigen dominieren.
Miguel de Unamuno
Fundamentale Ideen
- Die menschliche Persönlichkeit und die Sehnsucht nach Unsterblichkeit: In all seinen Werken wird dieses Thema präsentiert: das Problem der Erwartung dessen, was den Menschen nach dem Tod erwartet.
- Spanien: Er empfand stets eine große Sorge um Spanien und liebte es tief. Nach einer ersten europäischen Phase und einer darauffolgenden religiösen Krise änderte er seine Meinung nicht und argumentierte, dass Europa "hispanisiert" werden müsse, indem man spanische Traditionen in Europa einführt.
Romane
Unamunos Romane sind die literarische Ausgestaltung persönlicher Probleme. Die meisten seiner Romane sind nicht an bestimmte Orte oder Zeiten gebunden, und wir erfahren wenig über die Vorgeschichte der Charaktere.
Eine Idee, die er immer wieder wiederholt, ist, dass ein fiktiver Charakter genauso viel Realität besitzt wie der Autor, der ihn erschaffen hat; ein von ihm erschaffener Charakter erscheint oft sogar realer. In seinen Werken dominieren Dialoge und Monologe (die sogenannte Nivola).
Dazu gehören: Nebel, Tante Tula, San Manuel Bueno, Märtyrer und weitere.