Platon: Leben, Werk und das antike Athen
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Platons Herkunft und Begegnung mit Sokrates
Im Jahr 427 v. Chr. wurde Platon in Athen in eine adlige Familie geboren. Er hatte einen Bruder namens Adeimantos. Er erhielt eine Ausbildung in Kunst und Literatur sowie eine militärische Grundausbildung. Nachdem er durch Kratylos die Lehren Heraklits kennengelernt hatte, schloss sich Platon nach einer kurzen Zeit dem Sokrates-Kreis an. Sokrates perfektionierte den Dialog durch Rhetorik und verlangte für jede Handlung ethische Korrektheit.
Der Prozess und Tod des Sokrates
Sokrates wurde angeklagt, fremde Götter einzuführen und die Jugend zu verderben. Er wurde zum Tode verurteilt. Seine Freunde schlugen ihm mehr als einmal die Flucht vor, doch er ging nicht darauf ein und nannte dafür triftige Gründe. Er verstarb würdevoll. Platon versuchte, das politische Handeln zu überwinden; er sah das demokratische System als verfallend an, solange es nicht auf einer fundierten theoretischen Perspektive basierte.
Die Gründung der Akademie
In Athen gründete Platon seine Schule, die Akademie, in einem Hain desselben Namens. Dort wurden Studien auf universitärem Niveau in folgenden Bereichen für angehende Staatsmänner angeboten:
- Mathematik
- Astronomie
- Physik
- Politik
In der Akademie wurde der Genauigkeit und der wirklichen Kenntnis der Fachgebiete eine große Verantwortung beigemessen.
Platons literarisches Werk
Um seine Gedanken zu veröffentlichen, nutzte er literarische Schriften, wobei der Dialog die am häufigsten verwendete Form war. Oft spricht Platon aus dem Munde des Sokrates. Wichtige Beispiele hierfür sind der Protagoras und das erste Buch der Republik (Politeia).
Der Peloponnesische Krieg
Während des Peloponnesischen Krieges traten die Bewohner der griechischen Stadtstaaten gegeneinander an, insbesondere Sparta und Athen. Zuvor war das Persische Reich Schikanen ausgesetzt, woraus die Medischen Kriege (Perserkriege) zwischen den griechischen Städten und dem Perserreich entstanden. Sparta gründete den Peloponnesischen Bund. Unter dem Vorwand von Streitigkeiten am Golf von Korinth erklärte Sparta den Krieg und marschierte in Attika ein. Athen verlor diesen Konflikt.
Die Politik und die Rolle der Sophisten
Die Politik des Stadtstaates Athen ebnete den Weg zur Demokratie. Durch legislative Änderungen wurde das ursprüngliche System geschwächt und die politische Teilhabe gefördert. Im politischen Spiel wurde den Bürgern die Teilnahme garantiert, während Sklaven, Frauen und Ausländer ausgeschlossen blieben. Das Ziel der Bürger war es, das Oberste Gericht und das Parlament zu erreichen. Dabei verbreitete sich die Rhetorik.
Die Sophisten, die als Lehrer der Weisheit auftraten, ließen sich für ihre Vorträge bezahlen, um effektive Rede- und Überzeugungstechniken zu lehren. Dadurch wurde die demokratische Tätigkeit oft durch Demagogie entleert.