Politische Macht: Definitionen, Geschichte und Konzepte
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Definition und Wesen der Macht
Macht: Die Fähigkeit zu handeln, Dinge zu tun oder Veränderungen in anderen menschlichen Wesen zu bewirken.
Macht zu handeln (Lage zu tun): In diesem Zustand sind die Menschen gleichgestellt.
Macht über jemanden: Hier befinden sich die Menschen in einem Verhältnis der Ungleichheit.
Die Struktur der Machtbeziehung
Es handelt sich um ein Verhältnis, durch das eine Seite das Verhalten der anderen bestimmt – eine bewusste Beziehung:
- A) Die Person oder Gruppe, die das Verhalten anderer ändert.
- B) Die Person oder Gruppe, die unter dem Einfluss von A eine Verhaltensänderung erfährt.
- C) Die Sphären des Lebens: politische, wirtschaftliche, soziale und erzieherische Bereiche.
Formen der Machtausübung
- Persuasiv: A erreicht eine Verhaltensänderung zum Vorteil von B, da B von der Richtigkeit überzeugt ist.
- Manipulation: B ändert sein Verhalten unbewusst durch die subtile Beeinflussung von A.
- Zwang: B handelt gegen seinen eigenen Willen aufgrund von Zwangsmaßnahmen durch A.
Politische Macht und Legitimität
Politische Macht: Diese Macht wird in der politischen Arena ausgeübt. Die politische Sphäre ist der Ort, an dem Machtbeziehungen am deutlichsten sichtbar werden. Sie beeinflusst das Verhalten dauerhaft und regelt das Verhältnis zwischen Institutionen und Bürgern durch Gesetze und Vorschriften.
Legalisierung: Etwas ist legal, wenn es der Rechtsordnung entspricht, insbesondere wenn es in der nationalen Verfassung verankert ist.
Legitimität: Dies bedeutet, dass Gesetze als rechtmäßig anerkannt werden. Merkmale für die Legitimität der Macht sind unter anderem die Tradition und das Charisma.
Quelle der Macht: Der Ursprung dieser Konzepte liegt im antiken Griechenland.
Definition der politischen Macht
Politische Macht kann definiert werden als die Fähigkeit eines politischen Regimes, Leitlinien für die gesamte Gesellschaft festzulegen. Sie ist zudem ein Merkmal des Bürgers: die Intervention im öffentlichen Raum, um Kriterien und Leitlinien für das soziale Zusammenleben aufzustellen.
Historische Entwicklung der Machtkonzepte
Die griechische Polis
Die Polis war die vollkommene politische und soziale Ausprägung der allgemeinen Organisation des Kosmos. Um ihr Ziel zu erreichen, schufen die Menschen eine soziale Organisation, welche die göttliche Ordnung imitierte. Sie war sowohl ein soziales System als auch ein Regierungssystem, das das politische Leben der Bürger regelte. Normen fungierten hierbei als ein System von Werten.
Machttheorien der Moderne
- Machiavelli: Er vertrat die Ansicht, dass die Souveränität bei einer einzelnen Person liegen sollte. Es musste nicht zwingend eine Versammlung sein; man konnte auf verschiedene Weise, etwa durch Popularität, an die Macht gelangen.
- Bodin: Er definierte die Souveränität als Kern dessen, was man später den modernen Staat nannte. Der Staat muss die höchste Macht in einem Territorium innehaben und darf anderen politischen Mächten nicht untergeordnet sein, sondern ist allein dem Gesetz verpflichtet.
- Hobbes: Er sah die politische Macht als Ergebnis von Verhandlungen, die nicht die ursprüngliche Natur des Menschen widerspiegeln. Von Natur aus besitzt der Mensch Freiheit. Hobbes schlägt einen politischen Status vor, in dem Bürger einen Teil ihrer Rechte und ihrer Souveränität abtreten.
- Rousseau: Er behielt das Konzept der Souveränität bei, identifizierte sie jedoch mit dem Volk und nicht mit dem Staat.
Öffentlicher Raum vs. Privatsphäre
Die Öffentlichkeit
Die Öffentlichkeit kann als der Ort der Regeln verstanden werden, im Gegensatz zum Privaten. Der öffentliche Bereich umfasst Handlungen, die notwendigerweise mit der Bevölkerung als Ganzes in Verbindung stehen. Er erlaubt uns, uns trotz individueller Unterschiede als Gleiche anzuerkennen.
Die Privatsphäre
Die Privatsphäre kann als das Wesen des Individuums verstanden werden. Persönlicher Geschmack und individuelle Entscheidungen betreffen hier nicht die Allgemeinheit. Es ist der Bereich, in dem persönliche Handlungen die Entscheidungen und Taten anderer nicht beeinflussen.