Politische Ideologien, Kolonialismus und Zeitgeschichte
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Marxismus, Sozialismus und Anarchismus
Marxismus und Sozialismus: Karl Marx und Friedrich Engels verurteilten die Ausbeutung der Arbeiterklasse und befürworteten die Notwendigkeit einer Arbeiterrevolution.
Anarchismus: Er versammelt eine Gruppe von Denkern, die gemeinsam drei Grundprinzipien hatten: die Erhöhung der individuellen Freiheit, die Kritik am Privateigentum bei gleichzeitiger Verteidigung kollektiver Eigentumsformen sowie die Ablehnung von Autorität. Sie widersetzten sich der Teilnahme an der Politik und befürworteten gewalttätige Aktionen gegen die Pfeiler des Kapitalismus.
Internationalität: Auf Initiative von Marx wurde im Jahre 1864 die Internationale Arbeiterassoziation gegründet, der sich Marxisten, Anarchisten und Gewerkschafter anschlossen.
Europa und der Kolonialismus
Die Veränderungen erlaubten es Europa, sich auf die Eroberung der Welt zu begeben; Gründe hierfür waren die hohe technische, finanzielle und militärische Überlegenheit. Europa erlangte die Vorherrschaft über die Welt.
Ursachen des Kolonialismus
- Wirtschaftlich: Verkauf von Produktionsüberschüssen und die Suche nach neuen Märkten.
- Demografisch: Abfluss des Bevölkerungsüberschusses.
- Politisch: Territoriale Ausdehnung auf Regionen außerhalb Europas im späten 19. Jahrhundert.
- Ideologisch: Ein konservativer Nationalismus verteidigte die Überlegenheit einiger Nationen.
Formen der Herrschaft und Kolonien
Die Eroberung erfolgte durch militärische Überlegenheit und das Ausnutzen interner Rivalitäten zwischen Stämmen und ethnischen Gruppen.
- Ausbeutungskolonien: Diese waren in der Metropole speziell der wirtschaftlichen Ausbeutung gewidmet.
- Siedlungskolonien: Gebiete, in denen sich Siedler aufgrund der klimatischen Bedingungen und der geringen Zahl an Indigenen dauerhaft niederließen.
- Schutzgebiete (Protektorate): Gebiete, in denen nach der europäischen Besetzung die Organisation der indigenen Regierung und ihr eigener Verwaltungsapparat bestehen blieben.
Folgen der Kolonisation
- Wirtschaftlich: Die Mächte erzielten einige Fortschritte in ihren Kolonialgebieten. Der Bau von Häfen, Straßen und Eisenbahnen verbesserte die Infrastruktur, was jedoch primär geschah, um Gewinne zu erzielen.
- Demografisch: Durch die Einführung von Hygienemaßnahmen und den Bau neuer Krankenhäuser sank die Sterblichkeit, wodurch die Bevölkerung deutlich zunahm.
- Kultur und Religion: Europäer errichteten neue Schulen; die Kultur und Bräuche der Metropole wurden den indigenen Traditionen aufgezwungen, um die Lebensweise der Siedler zu etablieren.
Der Große Krieg (Erster Weltkrieg)
- 1. Schlacht an der Marne: September 1914
- Schlacht von Verdun: Februar bis Juni 1916
- 2. Schlacht an der Marne: Juli bis August 1918
Chronologische Achse der spanischen Geschichte
- 1800–1808: Ende der Herrschaft von Karl IV. (Schlacht von Trafalgar 1805; 2. Mai 1808; Unabhängigkeitskrieg; Vertrag von Valençay).
- 1808–1814: Unabhängigkeitskrieg (Verfassung von Cádiz 1812, genannt „La Pepa“).
- 1814–1833: Herrschaft von Ferdinand VII. (Liberales Triennium 1820–1823; Riego-Aufstand 1823; Intervention der Heiligen Allianz).
- 1833–1843: Phase der Regentschaft (Erster Karlistenkrieg 1833; erste Dampfmaschine in Barcelona 1833; Luddistenbewegung; Brand der Fabrik Bonaplata 1835; erste Eisenbahnstrecke; Desamortisation von Mendizábal).
- 1843–1868: Herrschaft von Isabella II. (Vereinigung der Weber in Barcelona 1848; erster Generalstreik 1856; Streiks im Bergbau; Stadterweiterungen 1860–70; die glorreiche Revolution von 1868).
- 1868–1874: Das demokratische Jahrsiebt (Sexenio Democrático).
- 1874–1898: Ende der revolutionären Phase und Herrschaft von Alfons XII. und Alfons XIII. (Gründung der PSOE 1879; Gründung der UGT 1888; allgemeines Wahlrecht für Männer).