Das politische System der Restauration: Cánovas und Caciquismo
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C. Zentralisierung
Die Wiederherstellung funktionierte wie eine perfekte Maschine, bei der die Entscheidungen der Exekutive unmittelbare Auswirkungen auf die lokale Ebene hatten. Sowohl die Landeshauptleute als auch die Bürgermeister wurden direkt von der Zentralregierung ernannt und fungierten als Vermittler im Prozess der ständigen Wahlverzerrungen.
Mit dem Ende des Carlistenkrieges im Jahr 1876 wurden die letzten baskisch-navarrischen Privilegien (Fueros) beseitigt. Dies bedeutete, dass die Basken fortan Steuern zahlen und Wehrdienst für den gesamten Staat leisten mussten. Es entstand das sogenannte Wirtschaftsabkommen (Concierto Económico), das eine gewisse steuerliche Autonomie bewahrte. Der Verlust der alten Privilegien schuf jedoch ein Unbehagen, das Ende des 19. Jahrhunderts zur Gründung der Baskischen Nationalistischen Partei führte.
3. Das System Cánovas: Oligarchie und Caciquismo
Cánovas del Castillo war ein großer Bewunderer des englischen Systems, in dem es nur zwei große Parteien gab. Daher förderte er die Konzentration der politischen Meinung in zwei Gruppen:
- Konservative Partei: Cánovas selbst führte diese Partei bis zu seiner Ermordung durch einen Anarchisten im Jahr 1897, als er von Francisco Silvela ersetzt wurde. Die Partei integrierte den konservativsten und traditionellsten Teil der Gesellschaft.
- Liberale Partei (Fusionisten): Unter der unbestrittenen Führung von Sagasta vereinte sie ehemalige Progressive, Gewerkschafter und gemäßigte Republikaner.
Die soziale Zusammensetzung beider Parteien war ähnlich und bestand im Wesentlichen aus wirtschaftlichen Eliten und der Mittelschicht. Die Unterschiede in der politischen Tätigkeit waren minimal: Die Konservativen verteidigten die Kirche und die soziale Ordnung, während die Liberalen zu progressiven und säkularen Reformen neigten. Keine der beiden Formationen waren Massenparteien im modernen Sinne.
Das System der „Pazifikzeit“ und Wahlmanipulation
Das System basierte auf dem sogenannten Turnismo (Wechselspiel). Der Monarch fungierte als Motor des politischen Wandels: Er entließ die amtierende Regierung und ernannte eine neue. Daraufhin wurden die Cortes aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen, die die Partei der künftigen Regierung automatisch gewann. Diese Verschiebung basierte auf dem, was Joaquín Costa als Oligarchie und Despotismus bezeichnete.
Es handelte sich um eine Pyramide, die bei den Regierungsministern begann und über Landeshauptleute und Bürgermeister bis hin zu den lokalen Anführern (Caciques) reichte. Diese waren für die Vorbereitung der Wahlen zugunsten der Regierungspartei verantwortlich. Der Cacique kontrollierte lokale Ressourcen, verteilte Gefälligkeiten gegen Stimmen und manipulierte das Wahlregister. Dieses System funktionierte vor allem in ländlichen Gebieten, während in den Großstädten der echte politische Wille und Anti-System-Parteien präsenter waren.
4. Politische Entwicklungen (1876–1898)
Von 1876 bis 1898 waren die Regierungen der Liberalen unter Sagasta maßgeblich, da sie sich von der revolutionär-demokratischen Verfassung inspirieren ließen. Nach dem Tod von Alfons XII. wurde der sogenannte Pakt von El Pardo geschlossen, um die Stabilität des Landes zu sichern. In dieser Zeit wurden wichtige Maßnahmen ergriffen:
- A. Im Jahr 1883 wurde die völlige Pressefreiheit erreicht.
- B. Im Jahr 1887 wurde das Recht auf freie Assoziation eingeführt.