Politisches System und gesellschaftlicher Wandel in Spanien
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Politische Parteien in Spanien
In Spanien gibt es eine Vielzahl politischer Parteien. Zu den landesweiten Parteien zählen unter anderem die Sozialistische Partei Spaniens (PSOE), der Partido Popular (PP) und die Vereinigte Linke (IU). Auf regionaler Ebene existieren zudem zahlreiche nationalistische und regionale Gruppierungen, wie zum Beispiel:
- CiU (Konvergenz und Union)
- PNV (Baskische Nationalistische Partei)
- BNG (Galicischer Nationalistenblock)
- PA (Andalusische Partei)
- Bloc (Valencia)
Die Provinzverwaltung
- Sie dienen als Wahlgrenzen des Staates.
- Sie bilden die territoriale Aufteilung der peripheren Verwaltung des Zentralstaates, vertreten durch den Unterdelegierten der Regierung.
- Sie fungieren als lokale Verwaltungseinheit, deren Funktion die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist. Die Abgeordneten der Provinz werden von den gewählten Ratsmitgliedern bestimmt, und der Präsident des Provinzrats wird aus den Reihen der Abgeordneten gewählt.
Regionale Kompetenzen
Die Aufgaben der autonomen Gemeinschaften können in Eigenregie oder gemeinsam mit dem Staat wahrgenommen werden:
- Volle Zuständigkeit: Beispielsweise die Organisation der autonomen Institutionen, Städtebau, Wohnungsbau, Denkmalschutz und Gesundheitswesen.
- Geteilte Zuständigkeit: Beispielsweise die Verwaltung von Straßen oder das Arbeitsrecht.
Regionale staatliche Institutionen
Die Institutionen der autonomen Gemeinschaften bestehen aus:
- Parlament: Hier werden Gesetze diskutiert und verabschiedet. Es kontrolliert die autonome Selbstverwaltung, wählt den Präsidenten und genehmigt den Haushalt.
- Präsident: Er vertritt die Autonome Gemeinschaft, führt die Regierung und wird vom Parlament gewählt sowie vom König ernannt.
- Regierung: Bestehend aus dem Präsidenten und den Ministern, ist sie für die Anwendung der Gesetze und die Ausübung der übertragenen Zuständigkeiten verantwortlich.
Besonderheiten gelten für die Balearen und die Kanarischen Inseln, wo jede Insel über eine eigene Verwaltung verfügt.
Veränderungen in der Familienstruktur
In den letzten Jahrzehnten hat die traditionelle Großfamilie (Großeltern, Eltern, Kinder) zunehmend der Kernfamilie (Eltern und Kinder) Platz gemacht. Zudem haben sich neue Lebensformen entwickelt, wie Ein-Eltern-Familien oder Einpersonenhaushalte. Spanien verzeichnete zudem eine verstärkte Zuwanderung und eine Zunahme von Ehen zwischen Personen unterschiedlicher Nationalität. Die Gesetzgebung erkennt zudem die gleichgeschlechtliche Ehe an.
Ein hohes Wohlstandsniveau
Spanien zählt heute zu den fortschrittlichsten Ländern der Welt. Der Wohlstand spiegelt sich in der Lebensqualität und der sozialen Absicherung wider. Wichtige Indikatoren sind:
- Bildung: Die Schulpflicht besteht von 3 bis 16 Jahren. Die Analphabetenrate ist eine der niedrigsten weltweit, und die Zahl der Studierenden, insbesondere Frauen, ist stark gestiegen.
- Gesundheitswesen: Seit 1986 haben alle Bürger in Spanien – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit – freien Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem.
- Lebenserwartung: Sie gehört zu den höchsten weltweit. Die wachsende Zahl der über 65-Jährigen stellt hohe Anforderungen an das Rentensystem und die medizinische Versorgung.
- Verbrauch: Mit steigendem Einkommen hat sich der Lebensstandard erhöht. Wohneigentum, Hypotheken, Autos oder Zweitwohnungen sind für einen Großteil der Bevölkerung zum Standard geworden.