Postmoderne Kunst: AIDS, Identität und der neue Körperbegriff
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Die Transformation der Kunst in der Postmoderne
Die Veränderung in Praxis und Theorie der Kunst in den letzten Jahren hat zu einer Wiedereinführung des Bildes geführt. Robert Gober wies darauf hin, dass ein wirksames Mittel, um das Konzept der Erzählung zu erreichen, die Sensibilität und das Bild der homosexuellen Gemeinschaft ist. Zwischen 1982 und 1984 entfaltete sich eine „Feminisierung“ der Postmoderne sowie die Emanzipation des homosexuellen Bewusstseins, was zu einer Veränderung der politischen Verhältnisse in der Kunst führte.
Der Einfluss der AIDS-Krise auf die Kunst
Die AIDS-Epidemie verwüstete die amerikanische Kunstszene. Eine Folge war der Wunsch, die Parolen der Linken und die Konzeptkunst-Theorie – die als männlich, akademisch, weiß und heterosexuell wahrgenommen wurden – hinter sich zu lassen. Erfahrungen und Bilder, die mit dem Körper identifiziert wurden, rückten in den Fokus junger Künstler.
Ästhetik des Unfertigen und Marginalität
Das Interesse an der Slack Art und dem Unfertigen sowie an Objekten aus zweiter Hand verfolgt eine duale Strategie: die Faszination für das Interesse und die Enttäuschung über unvollendete Werke. Es wird versucht, den kalten Formeln des Minimalismus eine neue Bedeutung zu verleihen.
Merkmale der neuen Bildsprache
- Kontaminierte Ästhetik: Präsenz von Körperflüssigkeiten und befleckten Oberflächen.
- Narrative Kunst: Fokus auf marginale Kulturen (insbesondere an der Westküste).
- Raumkontext: Der physische Raum ist kein neutraler Hintergrund mehr, sondern ein aktiver Kontext für Objekte.
Kritik und gesellschaftliche Relevanz
Die Installation dient als Mittel der Kritik. Robert Gober thematisierte in seinen Arbeiten Gewalt, Rasse, amerikanische Häuslichkeit und den Tod. Künstler wie David Wojnarowicz scheuten sich nicht, Erzählung und Inhalt ihrer Werke zu nutzen, um direkt auf die drängenden Fragen ihrer Zeit zu reagieren.
Die Postmoderne an der Westküste
Künstler der Region, wie Robert Williams, Larry Johnson und Raymond Pettibon, griffen den narrativen Trend auf. Die Ausstellung Helter Skelter (1990er Jahre in Los Angeles) feierte die „dunkle Seite des zeitgenössischen Lebens“. Die Installation, verwurzelt in Dada, Surrealismus, Fluxus und Konzeptkunst, bleibt ein zentrales Ausdrucksmittel.
Wichtige Akteure
Zu den prägenden Künstlern dieser Strömung zählen unter anderem Laurie Parsons, Cady Noland und Karen Kilimnik.