Prävention und Intervention bei sozialer Ausgrenzung

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Präventionsprogramme und Interventionsarten

Die Programme sind so konzipiert, dass sie auf Drogenabhängigkeit, Psychopathologie, dringende materielle Bedürfnisse, Vernachlässigung und den mangelnden Schutz von Minderjährigen wirken. Die Betreuungsformen können ambulant, teilstationär oder stationär (residencial) sein.

Diese drei Arten von Interventionen erfordern unterschiedliche Bedingungen:

  • Das Vorhandensein von Fachpersonal.
  • Strenge, aber flexible Konzepte.
  • Innovationen müssen global ausgerichtet sein.

Die Rolle der Sozialpartner und der Familie

Zwischen den Sozialpartnern findet die Prävention auf verschiedenen Ebenen statt. Die Familie ist der erste Vertreter der Sozialisation; hier muss die Prävention ansetzen, um soziale Probleme zu lösen, bevor persönliche Veränderungen eintreten. Die Arbeit mit Pflegefamilien bedeutet, dass diese in das Netzwerk soziokultureller Dienste der Gemeinde und des Landkreises integriert werden.

Die Schule als Ort der Prävention

Die Schule ist ein idealer Ort für Interventionen, um die Marginalisierung von Kindern zu verhindern. Eine wichtige Aufgabe auf der Ebene der Primärprävention ist die Bildung innerhalb der Schule selbst. Diese Aufgabe ist an sich eine vorbeugende Therapie. Die Erziehung zu gesunden, verantwortungsbewussten, selbstbewussten, aktiven und autonomen Individuen ist eine eminent vorbeugende Maßnahme.

Die Rolle der Schule besteht darin, Antworten auf Verhaltensweisen von Personen zu liefern, die sich in einer Phase der Fehlanpassung befinden. Die frühzeitige Erkennung und Behandlung von sozialen Problemen ist der effektivste Weg zur Kontrolle dieser Situationen.

Die tertiäre Intervention ist die eigentliche Behandlung, die ebenfalls das Engagement der Schule erfordert. Es muss die Möglichkeit akzeptiert werden, dass betroffene Personen trotz spezifischer Probleme ihr Studium fortsetzen können, da dies ein Hilfsmittel zur Genesung und sozialen Integration darstellt. Dies erfordert eine starke und gesunde Schulgemeinschaft, die in der Lage ist, unangepasste Individuen zu integrieren.

Berufsrollen in der Sozialpädagogik

Betreuungseinrichtungen bilden den Kontext, in dem sich das Leben des Kindes entwickelt. Die Berufsrolle wird hier vor allem durch Sozialerzieher ausgefüllt. Ihre Funktionen sind:

  • Dem Kind die notwendigen Elemente bereitzustellen, damit es nicht von aufeinanderfolgenden negativen Ereignissen gefangen wird.
  • Das Erreichen von Freiheit gegenüber anderen, aber auch in Bezug auf die eigenen Impulse und die Umwelt.

Ein online-basiertes Team stellt in seiner Struktur und seinen Jobprofilen ein wesentliches Element zur Erleichterung der Pflege- und Präventionsdienste dar. Die Aufgaben umfassen:

  • Stärkung des Gemeinschaftslebens.
  • Information und Beratung.
  • Einrichtung von Koordination zwischen den Dienststellen.
  • Arbeit in den Gemeinden durch direkten Kontakt mit der sozialen Realität.

„Der einzige Zweck der Strafe ist die Prävention des Bösen, niemals jemanden nach rechts zu schieben.“ – Horace Mann

„Es ist unmöglich, Kinder im Großhandel zu erziehen; die Schule kann kein Ersatz für die individuelle Erziehung sein.“ – Alexis Carrel

„Kinder brauchen mehr Modelle als Kritiker.“ – Joseph Joubert

Vorbeugende Maßnahmen gegen soziale Ausgrenzung

Marginalisierung und Fehlanpassung sind zwei dialektische Phänomene: Soziale Ausgrenzung erzeugt Fehlanpassung, und diese wiederum verstärkt die Ausgrenzung, wodurch ein Teufelskreis entsteht.

Jede Behandlung oder Intervention, die darauf abzielt, die Marginalisierung von Kindern zu verhindern, muss versuchen, bei den Jungen und Mädchen eine Haltung der Partizipation, Kollaboration, Gemeinschaft sowie kritisches und kreatives Denken zu fördern, anstatt sie nur anzupassen oder zu „domestizieren“.

Eine Intervention hat daher eine doppelte Perspektive:

  1. Erleichterung von Situationen, die der Persönlichkeitsstruktur des Kindes helfen, die Autonomie steigern und die Spielfähigkeit verbessern.
  2. Korrektur der sozialen Situationen im Umfeld der Persönlichkeit.

Gesetzlicher Rahmen und Definitionen

Das Kinder- und Jugendgesetz der Region Valencia (Gesetz 7/94) bestimmt den Rahmen der Befugnisse zwischen den Regierungen und unterscheidet verschiedene Interventionsebenen. Die Royal Academy definiert Prävention als Vorbereitung oder Bestimmung im Voraus, um ein Risiko – in diesem Fall die Marginalisierung des Kindes – zu vermeiden.

Marginalisierung tritt auf, wenn Kinder aufgrund struktureller Mängel gravierende Defizite erleiden, die ihre Entwicklung als Individuen verhindern, oder wenn sie aus einer feindlichen Umgebung kommen, die keinen Zugang zu sozialen Ressourcen bietet.

Die drei Ebenen der Prävention

Primärprävention

Versucht, eine Politik der Schaffung und Stärkung von Sozialisationsmechanismen innerhalb der Gemeinschaft zu etablieren, um neue Fälle zu verhindern. Programme sollten eine Analyse der Wirklichkeit beinhalten, Sozialisationsfähigkeiten verbessern, die Gemeinschaft um die Kinder herum organisieren und Möglichkeiten für Jugendführung sowie Unterstützung in Schulen und Gemeindezentren bieten.

Sekundärprävention

Richtet sich an Individuen oder Gruppen, bei denen bereits Probleme der Ausgrenzung erkannt wurden. Ziele sind:

  • Schaffung von Diensten zur Minimierung von Verwahrlosung.
  • Haushaltshilfe und Kinderbetreuung.
  • Identifizierung von Risikosituationen in Kooperation mit anderen Institutionen.
  • Unterstützung von Schulen und Jugendzentren.
  • Aktionen auf der Straße mit Risikogruppen.
  • Aufrechterhaltung von Arbeits- und Schulwiedereingliederungsprogrammen.

Tertiärprävention

Diese Ebene zielt darauf ab, nicht nur das Auftreten von Marginalisierung zu vermeiden, sondern auch deren Komplikationen und Folgeschäden zu behandeln.

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