Prävention nosokomialer Infektionen
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Risikobereiche im Krankenhaus
Auf folgenden Stationen sind Infektionen eher üblich: Neonatologie, Intensivstation, Dialyse, Verbrennungsstationen, Onkologie, Orthopädie und Transplantationseinheiten.
Risikofaktoren
- Intrinsische Faktoren: Alter, Diabetes, Dickdarmerkrankungen, Leukämie, Drogenabhängigkeit, Übergewicht, Unterernährung, Transplantation, AIDS, Frühgeburtlichkeit.
- Extrinsische Faktoren: Katheter, Operationswunden, Blasenkatheter, Antibiotika, Immunsuppressiva.
Infektionen der Atemwege
Bakterien, Viren und Pilze treten insbesondere bei immungeschwächten Patienten auf.
Vermeidung von Infektionen der unteren Atemwege
- Waschen Sie Ihre Hände vor und nach der Patientenversorgung.
- Schulen Sie Patienten im Hinblick auf das Risiko und die erfolgreiche Entfernung von Sekreten.
- Durchführung von Maßnahmen wie Physiotherapie und Lagerungsdrainage zur Sekretlösung.
- Bei bewusstlosen Patienten: Kopf seitlich lagern, um Aspiration zu vermeiden.
- Ordnungsgemäße Sterilisation von Bronchoskopen.
- Einhaltung steriler Bedingungen bei endotrachealer Absaugung.
- Verwendung von Einweg-Absaugkathetern.
- Verwendung getrennter Sonden für endotracheale Aspiration und Rachenreinigung.
- Wartung der hygienischen Bedingungen bei Beatmungsschläuchen.
- Anwendung von Isolationsmaßnahmen bei Atemwegsinfektionen, wenn notwendig.
Vermeidung von Harnwegsinfektionen
- Katheterisierung nur bei Bedarf; Entfernung so bald wie möglich.
- Verwendung möglichst dünner Sonden; bei Dauerkathetern Einsatz langer Sonden.
- Verwendung steriler Drainagesysteme und geschlossener Kreisläufe.
- Einsetzen und Wartung durch qualifiziertes Personal.
- Perineale Reinigung mit Antiseptika.
- Händewaschen und Verwendung steriler Handschuhe.
- Verwendung wasserlöslicher Gleitmittel beim Einführen.
- Sammelbeutel stets unterhalb des Blasenniveaus halten.
- Fixierung der Sonde zur Vermeidung von Dislokation.
- Wechsel des Beutels unter Wahrung der Sterilität.
- Probenahme mit steriler Nadel nach Desinfektion der Einstichstelle.
- Blasenspülungen auf das absolut Notwendige beschränken (mit sterilen Geräten/Flüssigkeiten).
- Aufklärung der Patienten über notwendige Hygiene und Selbstpflege.
- Regelmäßige Durchführung von Urokulturen.
Prävention chirurgischer Infektionen
- Vor der Hospitalisierung: Präoperative Krankenhausaufenthaltsdauer reduzieren.
- Präoperativ: Ganzkörperdusche oder Bad des Patienten; Rasur kurz vor der Operation; Anwendung eines Antiseptikums auf der Haut an der Schnittstelle.
- Intraoperativ: Gute chirurgische Technik; Minimierung der Operationsdauer; geschlossene Drainage.
- Postoperativ: Aseptische Techniken bei der Wundversorgung.
Prävention von Bakteriämien
- Entsprechende Schulung des Personals zur ordnungsgemäßen Katheternutzung.
- Strenge Einhaltung der Präventionsvorschriften.
- Platzierung von Kathetern nur bei medizinischer Indikation.
- Katheter nur so lange wie notwendig belassen.
- Minimierung der Anzahl der Katheterzugänge.