Produktionsplanung: Strategien, Push-Pull & Lagerhaltung

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1. Produktionsplanung: Strategien und Masterplan

Im Bereich der Produktion basieren langfristige Unternehmensstrategien auf definierten Umsatzschätzungen sowie der Verfügbarkeit finanzieller und produktiver Mittel. Diese Planung ist weniger detailliert und gliedert sich in Produktfamilien.

Der Master Production Plan (MPP) definiert mittelfristige Verpflichtungen für die Fertigung und Montage von Waren und Dienstleistungen. Er basiert auf Produktions- und Umsatzprognosen oder bereits bestätigten Aufträgen, wobei statt Produktfamilien spezifische Artikel betrachtet werden.

Das Produktionsprogramm legt kurzfristig fest, welche Elemente für die Zusammensetzung der Produkte gekauft, hergestellt oder montiert werden müssen. Die Produktionsplanung kümmert sich zudem um die Sequenzierung der Aufträge, um die Ressourcenauslastung zu optimieren.

2. Push- vs. Pull-Produktion

Was bedeuten diese Konzepte für die Produktionsplanung?

Pull-Produktion (Ziehen)

Bei der Pull-Produktion wird erst produziert, wenn ein interner oder externer Kunde den Prozess anfordert. Der MPP dient hier primär dazu, die In-Prozess-Vorräte zu steuern. Benötigt ein Prozessschritt ein Element, greift er auf den Lagerbestand des Lieferanten zu, was den Prozess auslöst (Just-in-Time-Philosophie, meist mittels Kanban).

Push-Produktion (Schieben)

Die Push-Produktion basiert auf einem im Voraus erstellten Produktionsprogramm, das den gesamten Ablauf vom Rohstoffeinkauf bis zur Montage vorgibt. Aufträge werden an die zuständigen Sektoren übermittelt. Im nächsten Planungszeitraum wird basierend auf dem verbleibenden Bestand erneut produziert (klassische Fertigungsplanung).

3. Bedeutung der Lagerhaltung

Warum benötigen Unternehmen Lagerbestände und warum gelten sie oft als wertmindernd?

Unternehmen halten Lagerbestände aus folgenden Gründen:

  • Gewährleistung der Unabhängigkeit zwischen Fertigungsstufen
  • Ermöglichung einer kontinuierlichen Produktion
  • Wirtschaftlicher Einsatz von Losgrößen
  • Senkung der Produktionskosten durch reduzierte Vorbereitungszeiten
  • Als Sicherheitsfaktor
  • Um Preisvorteile zu erzielen

Lagerbestände gelten als wertmindernd, da das Kapital in den Produkten gebunden ist und diese während der Lagerung keinen zusätzlichen Wert generieren.

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