Produktlebenszyklus und Marketingstrategien erklärt
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Der Produktlebenszyklus
Der Produktlebenszyklus folgt einer biologischen Analogie: Ein Produkt durchläuft die Phasen von der Geburt bis zum Tod. Jedes Produkt durchläuft dabei vier Phasen:
- Einführung: Das Produkt wird in den Markt eingeführt.
- Wachstum/Entwicklung: Verbraucher identifizieren und akzeptieren das Erzeugnis.
- Reife: Die Umsätze stabilisieren sich.
- Rückgang: Die Nachfrage sinkt als Konsequenz der vorangegangenen Marktstrategien.
Distribution und Vertrieb
Die Distribution ist die Marketingvariable, die sicherstellt, dass Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind, um den Bedarf der Kunden zu decken.
Phasen der Verteilung
Dies umfasst das Sammeln von Kundenbestellungen, den Transport zum Verkaufsort und den eigentlichen Verkauf an den Endkunden.
Vertriebswege und Vermittler
Der Vertriebsweg besteht aus Zwischenhändlern zwischen Produzent und Konsument:
- Kurzer Kanal: Wenige Zwischenhändler.
- Langer Kanal: Viele Zwischenhändler sind beteiligt.
Pull- und Push-Strategien
- Pull-Strategie: Intensive Werbekampagnen richten sich direkt an den Verbraucher, damit dieser das Produkt beim Händler nachfragt.
- Push-Strategie: Das Unternehmen fördert den Vertrieb durch Anreize für den Händler, damit dieser das Produkt aktiv bewirbt.
Bedeutung von Vermittlern
Vermittler sind weder Produzenten noch Endkonsumenten. Sie erfüllen wichtige Funktionen wie die physische Distribution, die Erhöhung der Produktvielfalt und die Informationsbeschaffung für den Hersteller.
Formen der Verteilung
- Exklusive Verteilung: Der Produzent verpflichtet sich gegenüber einem einzigen Mittler.
- Selektive Verteilung: Der Hersteller wählt eine begrenzte Anzahl von Händlern aus.
- Intensive Verteilung: Das Ziel ist eine maximale Abdeckung durch möglichst viele Verkaufsstellen.
Preisgestaltung und Strategien
Der Preis ist der monetäre Wert, den ein Käufer für ein Produkt entrichten muss.
Preisstrategien
- Promotionspreise: Erleichtern den Verkauf zu einem bestimmten Zeitpunkt.
- Penetrationspreise: Niedrige Preise zur Förderung der Markteinführung.
- Abschöpfungsstrategie (Skimming): Hohe Preise zu Beginn, um Gewinne zu maximieren.
- Psychologische Preise: Preise, die auf die Wahrnehmung der Verbraucher abzielen.
- Preisnachlässe: Vorübergehende Reduzierungen.
- Preisdifferenzierung: Festlegung unterschiedlicher Preise für dasselbe Produkt.
- Prestige-Preise: Bewusste Festlegung eines hohen Preises zur Imagebildung.
Berechnung von Gewinn und Preis
Das Verhältnis von Gewinn und Preis lässt sich wie folgt berechnen:
PV = (1 + MB/100) · CT-Mittel
Um einen gewünschten Gewinn bei einem bestimmten Volumen zu erzielen, gilt:
Gewinn = PV / Q + CT-Mittel