Psychische Gesundheit: Psychosen und Neurosen erklärt

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Definition der psychischen Gesundheit

Psychische Gesundheit ist definiert als ein Zustand des vollständigen geistigen und sozialen Wohlbefindens. Andere Autoren definieren sie durch die Fähigkeit, einer geregelten Arbeit nachzugehen, eine Familie zu führen, nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten und die Freizeitmöglichkeiten des Lebens zu genießen.

Umgekehrt ist eine psychische Störung der Verlust des psychosozialen Wohlbefindens, gekoppelt mit einer Verschlechterung der beruflichen oder akademischen Leistungsfähigkeit sowie Veränderungen in den üblichen sozialen Aktivitäten oder Beziehungen zu anderen (Familie, Freunde).

Unterscheidung: Psychosen vs. Neurosen

Diese Unterscheidung basiert auf dem Schweregrad und der organischen Grundlage. Im Allgemeinen bedeutet ein psychotischer Zustand, dass der Patient den Kontakt zur Realität verloren hat, während sich Neurosen auf einen Zustand der Verzweiflung und Angst beziehen, jedoch ohne den Verlust des Realitätsbezugs. Wie Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, feststellte, sind wir alle „gute Neurotiker“, während Fälle von Psychosen seltener sind.

Häufige psychotische Störungen

Häufige Neurosen

Zu den Neurosen zählen Phobien, Hysterie, Zwangsstörungen, Hypochondrie (Angst vor Krankheiten und Tod) sowie allgemein alle Zustände, die eine hohe Dosis an Angst erzeugen, ohne den Realitätsbezug zu unterbrechen.

Schizophrenie

Schizophrenie umfasst eine Gruppe ernsthafter Erkrankungen, die meist in der Adoleszenz beginnen. Die Symptome sind akute Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Emotionen. Sie beeinflussen die Beziehungen zu anderen, führen zu einem gestörten Selbstwertgefühl und einem Verlust des Realitätssinns, was die soziale Anpassung untergräbt. Die im Wort implizierte „geteilte Meinung“ bezieht sich auf die Dissoziation zwischen Emotion und Kognition, nicht auf eine Spaltung der Persönlichkeit.

Neurosen und Psychoneurosen

Neurose oder Psychoneurose beschreibt eine Vielzahl psychischer Störungen, die heute auf einen psychologischen oder emotionalen Ursprung zurückgeführt werden. Ihr Hauptmerkmal ist die Angst, die persönlich schmerzhaft ist und unangemessenes Verhalten auslöst. Im Gegensatz zu Psychosen ist die Neurose meist nicht so heftig, dass eine soziale Isolation oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig wäre.

Spezifische Störungsbilder

Zwangsstörung

Diese Störung ist durch das anhaltende Eindringen unangenehmer Gedanken oder Impulse in das Bewusstsein sowie den unwiderstehlichen Drang (Zwang) gekennzeichnet, Rituale zu entwickeln, um die Angst zu verringern. Ein Beispiel ist die zwanghafte Kontrolle von Türen oder übermäßiges Händewaschen.

Multiple Persönlichkeit

Dies ist eine extrem seltene Störung, bei der mehr als eine Persönlichkeit in demselben Individuum koexistiert. Oft ist eine der Persönlichkeiten nicht bewusst, was passiert, während die andere dominiert, was zu Amnesie führen kann. Die Erkrankung folgt meist extrem traumatischen Kindheitserlebnissen.

Affektive Störungen

Hierbei ist das vorherrschende Symptom eine Störung der Stimmung:

  • Depression: Gekennzeichnet durch Traurigkeit, Schuldgefühle, Verzweiflung und ein Gefühl der Wertlosigkeit.
  • Manie: Gekennzeichnet durch gehobene, expansive, größenwahnsinnige und reizbare Stimmung, die meist mit einem depressiven Zustand abwechselt.

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