Psychologische Reaktionen und Abwehrmechanismen bei Krankheit
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Emotionale Reaktionen auf den Verlust der Gesundheit
Der Verlust der Gesundheit löst häufig starke emotionale Reaktionen aus, darunter Angst, Furcht und Aggressivität. Wenn Menschen sich in Situationen befinden, die unangenehme Gefühle hervorrufen, nutzen sie psychologische Strategien, sogenannte Abwehrmechanismen, um sich zu schützen. Diese dienen dazu, automatisch und unbewusst auf emotionale Belastungen zu reagieren.
Häufige Abwehrmechanismen
- Verleugnung (manische Abwehr): Die Person wirkt in einer belastenden Situation übermäßig aufgeregt und glücklich, um die Realität nicht wahrhaben zu müssen. Diese Mechanismen treten oft zu Beginn auf und verschwinden meist, wenn die Krankheit deutlicher wird.
- Verdrängung: Die Person akzeptiert nicht, dass sie krank ist.
- Regression: Die Person nimmt Einstellungen und Verhaltensweisen aus früheren Lebensphasen an.
- Rationalisierung: Der kranke Mensch versucht, seine Situation durch logische Gründe zu rechtfertigen.
Der Prozess der Trauer (Duelo)
Wenn eine Person etwas Wichtiges verliert, durchläuft sie verschiedene Gefühlsphasen, bis sie den Verlust akzeptieren kann. Dieser Vorgang wird als Duelo bezeichnet. Wenn dieser Prozess blockiert wird, können Angst, Depression und psychische Aggressionen entstehen.
Psychische Belastungen durch Krankheit
Die psychische Reaktion auf den Verlust der Gesundheit wird durch verschiedene Elemente beeinflusst:
- Die subjektive Erfahrung der Krankheit
- Desinformation
- Erfahrungen aus der Vergangenheit mit medizinischem Personal
- Die Besonderheit der therapeutischen Beziehung
Depressive Störungen und Erkrankungen
Depression bei Erwachsenen äußert sich durch Symptome wie gedrückte Stimmung, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Es ist wichtig, zwischen normalen depressiven Gefühlen und einer klinischen Depression zu unterscheiden:
- Normale Reaktion: Die Stimmung normalisiert sich im Laufe der Zeit.
- Depressive Störung: Die Symptome bleiben über einen längeren Zeitraum unverändert. Suizidgedanken sind bei depressiven Patienten verbreitet.
Psychische Störungen im Zusammenhang mit Krankheiten
Als Reaktion auf eine Krankheit treten häufig folgende Störungen auf:
- Angststörungen: Diese können sich als Panikattacken, Phobien, Obsessionen oder generalisierte Angststörungen äußern.
- Psychotische Störungen: Schwere emotionale Störungen, die zu einem Verlust des Realitätsbezugs führen.
- Somatoforme Störungen: Der Patient ist fest davon überzeugt, an einer somatischen Erkrankung zu leiden, obwohl keine organische Ursache vorliegt.