Psychologische Romane und Journalismus der 1930er Jahre
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Der psychologische Roman der 1930er Jahre
Der psychologische Roman und seine erzählerische Kraft prägten die 1930er Jahre maßgeblich, insbesondere durch Autoren wie Carles Soldevila. Diese Romane konzentrierten sich auf die intime Analyse der Persönlichkeit und den Konflikt mit dem sozialen Umfeld. Ein herausragendes Beispiel ist Laura a la ciutat dels sants (1931) von Miquel Llor, der wohl berühmteste psychologische Roman dieser Epoche. Er verursachte einen Skandal, da er die negativen Aspekte einer bekannten Stadt darstellte.
Die bekanntesten Romane von Carles Soldevila sind Fanny (1929), Eva (1931) und Valentina (1933). Diese Werke präsentieren die Protagonistinnen als moderne junge Frauen ihrer Zeit. In Fanny, seinem erfolgreichsten Roman, konzentrierte er sich auf die Gedanken, Gefühle und Anliegen eines Mädchens angesichts ihrer Sexualität.
Experimentelle Erzählweisen und Parodien
Als Alternative zur psychologischen Erzählung entstanden experimentelle Ansätze und Parodien des Genres durch Schriftsteller wie Francesc Trabal und Pere Calders. Trabal widmete sich schon früh dem kulturellen Aktivismus und Journalismus und war einer der Gründer der Grup de Sabadell, zusammen mit Joan Oliver und Armand Obiols.
Prominente Schriftsteller wie Cèsar August Jordana passten das Genre des Romans ebenfalls an. Maria Teresa Vernet und Ernest Martínez Ferrando versuchten sich an neuen Formen; Letzterer veröffentlichte nach seinen Sammlungen von Kurzgeschichten den Roman Una dona s'atura al camí. Sebastià Juan Arbó veröffentlichte L'inútil combat und Terres de l'Ebre, existenzialistische Romane, die in der Landschaft des Ebro-Deltas spielen.
Literarischer Journalismus und Pressewesen
Der literarische Journalismus war der wichtigste Weg der Zusammenarbeit mit der Presse für Autoren wie Carles Soldevila. Seine Artikel, veröffentlicht als Fulls de dietari in der Zeitung La Publicitat, behandelten Fakten des täglichen Lebens sowie aktuelle politische und kulturelle Themen. Als rein katalanischsprachige Zeitung war La Publicitat das wichtigste Blatt während der Republik.
Dort erschienen auch die Converses filològiques von Pompeu Fabra sowie Beiträge von J.V. Foix, Josep Carner, Josep Maria de Sagarra oder Josep Pla sowie politische Artikel von Antoni Rovira i Virgili.
Bedeutende Zeitschriften der Epoche
- Revista de Catalunya (1924): Gegründet von Rovira i Virgili in Barcelona; sie veröffentlichte historische, literarische und künstlerische Studien.
- L'Amic de les Arts und Hèlix: Führende avantgardistische Zeitschriften der Zeit.
- Mirador: Eine Wochenzeitschrift im europäischen Stil, in der die Kolumne L'aperitiu von Sagarra großen Erfolg feierte.
- El Be Negre: Die populärste satirische Zeitschrift dieser Ära.