Psychomotorische Entwicklung bei Kindern bis 6 Jahren
Eingeordnet in Leibesübungen
Geschrieben am in
Deutsch mit einer Größe von 3,48 KB
Inhaltsverzeichnis
- 1. Die psychomotorische Entwicklung bei Kindern bis zu sechs Jahren
- Die Grundgesetze der psychomotorischen Entwicklung
- Fundamentalphasen der psychomotorischen Entwicklung
- Stadien der psychomotorischen Entwicklung bis zu sechs Jahren
- Aspekte der psychomotorischen Entwicklung
- 2. Psychomotorik im Lehrplan der frühen Kindheit
- Allgemeine Ziele der Stufe
- Kindergarten-Bildungsressourcen
- 3. Empfindung und Wahrnehmung als Quellen des Wissens
- 4. Sensorische und wahrnehmungsbezogene Organisation
- Wahrnehmung
- Einstellungen
- Verfahren für Kinder im schulpflichtigen Alter
- 5. Pädagogische Intervention
- Montessori-Methode
- 6. Fazit
Einführung
Die psychomotorische Entwicklung spielt eine grundlegende Rolle bei der Entwicklung des Kindes. Durch Aktivität und Bewegung ist das Kind in der Lage, ein geistiges Bild des eigenen Körpers zu entwickeln, die Realität seiner Umgebung zu begreifen und diese zu manipulieren.
Dieses Dokument behandelt die psychomotorische Entwicklung bis zum Alter von sechs Jahren, die Bedeutung der Psychomotorik im Lehrplan, Empfindung und Wahrnehmung als Wissensquellen sowie die pädagogische Intervention.
Psychomotorische Entwicklung bei Kindern bis zu sechs Jahren
Entwicklung ist der Prozess, bei dem der Körper Strukturen und Funktionen unter der Koordination des Gehirns ausbildet. Die psychomotorische Entwicklung umfasst zwei Dimensionen: die physische und die psychische, wobei letztere als kognitive Fähigkeit aus der ersten hervorgeht.
Grundlegende Gesetze der Psychomotorik
- Cephalo-caudales Gesetz: Die Muskeln nahe am Gehirn entwickeln sich zuerst.
- Proximo-distales Gesetz: Die Muskeln nahe am Nervenstrang entwickeln sich zuerst.
- Gesetz der Massenaktivitäten: Große Muskelgruppen entwickeln sich vor kleineren.
- Gesetz der Flexoren-Extensoren: Vorrang der Beuger gegenüber den Streckern.
Wichtige Phasen der psychomotorischen Entwicklung
- Tonische Organisation: Übergang von einem hypertensiven zu einem normalen Zustand.
- Motorische Organisation: Das Kind entwickelt Muskeltonus für Funktionen wie Greifen, Werfen, Fangen und Sprechen.
- Automatisierungsfunktion: Das Kind automatisiert Funktionen wie Gehen und Sprechen.
Stadien der psychomotorischen Entwicklung bis zu sechs Jahren
Nach Wallon lassen sich vier Stufen unterscheiden:
- Motorische Impulsivität (1. bis 4. Monat): Das Kind handelt durch Automatismen; es gibt noch keine freiwillige Kontrolle.
- Emotionale Phase: Das Kind macht erste Erfahrungen mit Lust und Unlust durch Bewegung und Körperhaltung.
- Sensomotorik (bis 2 Jahre): Das Kind lernt durch Bewegung und Erfahrungen mit der Umwelt.
- Projektive Phase (3 bis 4 Jahre): Das Kind öffnet sich der Welt; Bewegungen werden zielgerichtet und auf die Persönlichkeit abgestimmt.
Aspekte der psychomotorischen Entwicklung
Zu den zentralen Aspekten gehören das Körperschema, die tonische Kontrolle, die Haltungskontrolle, die Atmung, Entspannung, Lateralität, Bewegungskoordination sowie die räumlich-zeitliche Organisation.