Die Radikal-CEDA-Regierung und die Krise der Zweiten Republik

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Die Revision der progressiven Reformen

Die wesentlichen Aspekte der Politik der Radikal-CEDA-Regierungen waren:

  • Amnestiegesetz: 1932 wurde eine Amnestie für die an der Revolte von Sanjurjo beteiligten Militärs und Zivilisten erlassen, was deren Rückkehr in den aktiven Dienst und in ihre Positionen gegen die Republik ermöglichte.
  • Kirchenpolitik: Aufhebung des Haushaltsplans für den Klerus und der Gesetze gegen religiöse Gemeinden. Die Kirche erhielt das Recht zurück, Schulen zu betreiben, und bekam einen Teil der beschlagnahmten Güter zurück.
  • Agrarreform: Überprüfung und faktische Aussetzung der Agrarreform. Enteignungen wurden gestoppt, und Gesetze zur Verbesserung der Lage von Landwirten und Lohnarbeitern wurden annulliert. 1935 wurde das Budget für die Reform gestrichen, was deren endgültiges Ende bedeutete.
  • Konfrontation mit Autonomieregionen: Die Regierung bekämpfte die katalanische Regierung (Generalitat), die von der Republikanischen Linken dominiert wurde. Das Gesetz über den Anbau (Llei de Contractes de Conreu), das den Rabassaires zugutekam, wurde für verfassungswidrig erklärt. Zudem wurde die baskische Autonomie trotz Unterstützung durch konservative Katholiken und die BSP blockiert.

Weitere Maßnahmen der CEDA-Minister betrafen das Pachtrecht, die Förderung von Mietwohnungen und die Politik der öffentlichen Arbeiten.

Gesellschaftspolitischer Radikalismus: Die Oktoberrevolution 1934

Die agrarpolitische Offensive der Arbeitgeber löste zahlreiche Streiks auf dem Land aus, die von der CNT und der Federation of Workers of the Earth (FTT), die der UGT nahestand, organisiert wurden. Dies führte zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften und einer brutalen Repression gegen bäuerliche Organisationen.

In Katalonien und im Baskenland provozierte die antiautonome Haltung der Regierung ein Klima verschärfter Spannungen. Der Eintritt der CEDA in die Regierung im Oktober 1934 wurde von der Linken und der Arbeiterbewegung als Versuch von Gil-Robles wahrgenommen, die Republik mit legalen Mitteln zu zerstören – ähnlich wie Hitler in Deutschland. Sie beschlossen, dies mit Gewalt zu verhindern.

Die meisten Gewerkschaften riefen für den 5. Oktober 1934 zum Generalstreik auf. Die Regierung erklärte den Streik für illegal, verhängte den Kriegszustand und schlug die Bewegung aufgrund mangelnder Koordination schnell nieder. In Katalonien rief der Präsident der Generalitat einen katalanischen Staat innerhalb der Spanischen Bundesrepublik aus. In Asturien entwickelte sich der Streik zu einer sozialen Revolution, die mit einem harten militärischen Vorgehen endete.

Die Krise der Radikal-CEDA-Regierung

Es bildete sich ein Block aus der Nationalen Monarchistischen Front (gefördert von José Calvo Sotelo und den Carlisten). Diese Gruppe befürwortete eine autoritäre, katholische und nationalistische Monarchie, die vom Faschismus inspiriert war und den Einsatz von Gewalt gegen die linke Republik propagierte.

Die anhaltende Unterdrückung nach den Ereignissen vom Oktober führte zu einer Polarisierung. Linke, Republikaner und Nationalisten bildeten Komitees zur Verteidigung der Rechte und für Amnestie. Im Jahr 1935 wurde die staatliche Politik reaktionärer: Die Agrarreform wurde endgültig eingestellt, das Bildungsbudget gekürzt und die Außenpolitik näherte sich dem nationalsozialistischen Deutschland an. Zudem wurden antirepublikanische Militärs auf verantwortungsvolle Posten berufen.

Die scharfe Konfrontation zwischen rechten und linken Gruppen führte zu einer wachsenden sozialen und politischen Spaltung Spaniens, die auch durch die internationale Lage beeinflusst wurde. Der europäische Faschismus erschien vielen als Lösung für die Krise der liberalen Demokratie und als Mittel gegen den Kommunismus. Die Falange de las JONS und andere rechte Gruppen lehnten die Politik der CEDA ab, da sie ihnen nicht weit genug ging.

Kommunistische Parteien schlugen die Bildung einer Volksfront vor, um alle liberalen und linken Kräfte gegen die faschistische Bedrohung zu vereinen. Die konservative Regierung geriet in eine schwere Krise. Ende 1935 ernannte Präsident Alcalá-Zamora den Zentristen Portela Valladares zum Leiter einer Übergangsregierung.

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