Realismus, Naturalismus und grammatikalische Grundlagen

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Merkmale des Realismus

Der Realismus ist der Ausdruck der herrschenden Mentalität des liberalen Bürgertums jener Epoche. Während der Roman stetig an Bedeutung gewinnt, wachsen auch Theater und Poesie weiter an.

Wichtige Eigenschaften des Realismus

  • Beobachtung der Wirklichkeit: Die rationale Mentalität hat Priorität für diese Zeit.
  • Wahrscheinlichkeitsanalyse: Eine Welt muss im narrativen Aufbau eines literarischen Werkes real wirken. Der Beschreibung der Charaktere und des Raumes wird große Bedeutung beigemessen.
  • Tendenz zur Objektivität: Der Verfasser hat die Absicht, die Gesellschaft darzustellen, ohne seine persönliche Ansicht einzubringen.
  • Präferenz für abgeschlossene Handlungen: Die Struktur entwickelt sich klassisch in Einleitung, Mittelteil und Ende.
  • Schlichter Stil: Rhetorik und poetischer Ausdruck werden zugunsten der gemeinsamen, alltäglichen Sprache gemieden.

Merkmale des Naturalismus

Der Naturalismus ist eine literarische Bewegung, die um 1870 in Frankreich entstand.

  • Materialismus: Der Naturalismus leugnet den spirituellen Teil wie Gefühle, Ideale usw.
  • Determinismus: Das menschliche Verhalten ist durch biologische Vererbung und soziale Umstände gekennzeichnet.
  • Experimentelle Methode: Die Autoren experimentieren mit ihren Figuren, indem sie diese in bestimmte Situationen bringen, in denen das Verhalten von Erbanlagen und Umwelt abhängt.

Kritik der Romantik und der Stil von Juan Valera

Die Argumente von Juan Valera in seinen Romanen

Valera vertritt die Vorstellung, dass Schmerz und Frustration auf den Wünschen nach Glück und einem Idealismus beruhen, der jungen Menschen fälschlicherweise eingeflößt wurde.

Stilmerkmale bei Juan Valera

Valera nutzt eine geordnete, lineare Struktur mit großem Geschick. In Werken wie Pepita Jiménez ist seine Prosa elegant. Er vermeidet die Mängel zeitgenössischer Schriftsteller, wie etwa einen plebejischen oder zu populären Stil. Valera setzt stattdessen auf Verbesserungen im guten Geschmack und auf Natürlichkeit.

Typische Charaktere naturalistischer Romane

Die Charaktere in naturalistischen Romanen (wie Bettler, Alkoholiker usw.) sind durch ihr soziales Umfeld, ihr Temperament und lokale Vorurteile bedingt. Es sind oft Figuren, die unbewusst oder aus Versehen handeln und sich in ihrer gebildeten Umwelt unterscheiden.

Grammatikalische Koordinaten

Konjunktionen

  • Kopulativ: y, e, ni
  • Disjunktiv: o, u
  • Distributiv: ya... ya, bien... bien, sea... sea, unos... otros
  • Adversativ: pero, mas, sino, sin embargo, no obstante, aunque, con todo
  • Erläuternd: es decir, esto es, o sea

Satzglieder und Ergänzungen

  • Subjekt (Subj): Wer oder was?
  • Direktes Objekt (CD): Was? (Ersetzbar durch lo, la, los, las).
  • Indirektes Objekt (CI): Wem? oder Für wen?
  • Präpositionalobjekt (C. Régimen): Verb + Präposition + Pronomen (Ersetzbar durch él, ella usw.).
  • Adverbiale Bestimmungen (CC):
    • Modal: Wie?
    • Kausal: Warum?
    • Instrumental: Mit was?
    • Lokal: Wo?
    • Temporal: Wann?

Nebensätze

Adjektivische Nebensätze: Einleitung durch Relativpronomen (que, quien, el cual, donde, cuando, como, cuyo) – diese stehen immer ohne Tilde. Substantivische Nebensätze: Diese werden oft mit Akzenten (Tilden) bei Fragewörtern eingeleitet.

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