Die Reformation und die Entdeckung Amerikas

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Die Reformation im 16. Jahrhundert

Die Reformation war eine religiöse Bewegung des 16. Jahrhunderts am Übergang vom europäischen Mittelalter zur Renaissance. Sie wurde innerhalb der katholischen Kirche initiiert, forderte die Rückkehr zum Urchristentum und endete mit der Abspaltung einer Gruppe von Ländern.

Drei Ursachen der Reformation

  • Religiös: Mangelnde Disziplin der höheren Geistlichkeit sowie Laster wie Nikolaitismus und Simonie.
  • Politisch: Die weltliche Macht des Papsttums, das Erstarken der Monarchen und der aufkommende Nationalismus.
  • Wirtschaftlich: Kapitalbeteiligungen und wirtschaftliche Interessen.

Das Luthertum

Die Lehre Martin Luthers in Deutschland besagt, dass der Mensch allein durch den Glauben gerettet wird.

Grundprinzipien des Luthertums

  • Die Bibel muss direkt interpretiert werden (Sola Scriptura).
  • Das Gebet sollte direkt an Gott gerichtet werden.
  • Als Sakramente gelten nur die Taufe, die Buße und das Abendmahl (Kommunion).

Der Anglikanismus

Die Staatsreligion Englands wurde durch das Schisma unter Heinrich VIII. begründet und unter Elisabeth I. Tudor endgültig gefestigt. Sie übernahm wesentliche Grundsätze und Lehren des Luthertums.

Der Calvinismus

Begründet durch den Franzosen Johannes Calvin, der in der Schweiz wirkte. Er etablierte das Dogma der Prädestination. In der Abendmahlslehre wich er von der Realpräsenz ab und betonte die direkte Schriftauslegung, das Gebet sowie die Sakramente Taufe und Abendmahl.

Die Entdeckungsreisen des Christoph Kolumbus

Nach der Unterzeichnung der Kapitulation von Santa Fe mit den Katholischen Königen unternahm Christoph Kolumbus zwischen 1492 und 1504 insgesamt vier Entdeckungsreisen. Diese führten ihn vor allem in die Karibik und an die Küsten Mittelamerikas.

Folgen der Entdeckung

  • Wissenschaftlich: Erweiterung des Weltbildes und neue Kenntnisse über geografische Gegebenheiten.
  • Sozial: Fragen zur menschlichen Natur und der Beginn der Verschleppung afrikanischer Sklaven.
  • Wirtschaftlich: Massive wirtschaftliche Entwicklung und globaler Handel.
  • Religiös: Amerika wurde zu einem bedeutenden Feld der christlichen Evangelisierung.

Merkmale der indigenen Bevölkerung Amerikas

Physische Merkmale weisen auf mongolide Ursprünge hin. Die Sprachen werden als polysynthetisch eingeordnet. Psychologisch werden die Menschen oft als tapfer, stoisch und fatalistisch beschrieben.

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