Renaissance und Aufklärung: Geschichte und Merkmale
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Die Renaissance: Ursprung und Humanismus
Die Renaissance begann im 14. Jahrhundert in Norditalien. In Spanien fiel sie zeitlich mit dem 16. Jahrhundert und den Regierungszeiten von Karl V. (1516–1556) und Philipp II. (1556–1598) zusammen. Die Renaissance entsprang der Verbreitung humanistischer Ideen, die eine neue Konzeption des Menschen und der Welt hervorbrachten.
Der Humanismus ist das Studium philosophischer und literarischer Werke der Antike und eine Neubewertung des Menschen, die zum Anthropozentrismus führte. Während im Mittelalter Gott den zentralen Platz einnahm, wird nun der Mensch zum Zentrum des Universums, und alle seine Facetten werden lobenswert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Religiosität verschwand; vielmehr entstanden neue Wege der Spiritualität, wie die Reformation und die Gegenreformation. Die humanistische Philosophie war typisch für den Adel; ihre Ideen verbreiteten sich über Universitäten und wurden durch den aufkommenden Buchdruck sofort weitergegeben.
Wesentliche Eigenschaften der Epoche
- Ideal des Hofmanns: Das politische Amt am Hof, eine humanistische Bildung, Geschick im Krieg und das Ideal des Buches „Der Hofmann“ (Il Cortegiano).
- Mäzenatentum: Der Schutz von Künstlern, die für Adlige arbeiteten.
- Nachahmung der Antike: Die Künstler orientierten sich an antiken Werken, die ihnen als Vorbild dienten.
Die Aufklärung (Illustration)
Die Aufklärung war die innovative Ideologie des 18. Jahrhunderts, deren Hauptmerkmale wie folgt definiert sind:
- Rationalismus: Die Vernunft gilt als einzige Grundlage des Wissens. Dies förderte die Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens.
- Empirismus: Gegen alle Formen dogmatischer Wahrheiten setzten die Aufklärer die Prüfung ihres Glaubens durch Erfahrung, um die Welt zu erkennen und Fortschritte zu erzielen.
- Kritik: Die Aufklärer strebten danach, alle Vorkenntnisse einer rationalen Kritik zu unterziehen.
- Der Wunsch nach Wissen: Es besteht ein starkes Bedürfnis, die gesamte Welt, in der man lebt, zu verstehen und zu „erleuchten“ (daher der Name Aufklärung bzw. Illustration). Dies erklärt auch die Entstehung der Französischen Enzyklopädie.
- Utopie: Es wird davon ausgegangen, dass die Anwendung der Vernunft in allen Aspekten des menschlichen Lebens eine kontinuierliche Verbesserung der Gesellschaft sowie unbegrenzten wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritt ermöglicht.
- Fortschritt und Glück: Das vorrangige Ziel des gelehrten Menschen ist es, das Glück in dieser Welt zu erreichen.
- Reformen: Um das Ziel des menschlichen Fortschritts zu erreichen, strebten die Aufklärer eine Modernisierung der Gesellschaft durch langsame Reformen an, die von absolutistischen Königen und Regierungen durchgeführt wurden.