Die Renaissance: Epoche der Wiedergeburt und Kunstgeschichte

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Die Renaissance: Definition und Ursprung

Das Wort stammt aus dem Französischen und heißt Wiedergeburt. Definition: Eine geschichtliche Epoche der westeuropäischen Geschichte, die mit einer Rückbesinnung auf die kulturellen Leistungen der Antike und der damit verbundenen Wiederbelebung ihrer literarischen, philosophischen und kulturellen Ideale einherging.

Geistiger Wandel und Humanismus

Eine Voraussetzung für die neue Geisteshaltung der Renaissance waren die Gedanken italienischer Dichter des 14. Jahrhunderts wie Francesco Petrarca. Das theozentrische Weltbild des Mittelalters wurde durch eine stärker anthropozentrische Sicht der Dinge abgelöst. Der Einfluss von griechisch sprechenden Gelehrten, die im 13. und 14. Jahrhundert nach Italien kamen, war beachtlich.

Ideale der Kunst und Architektur

Die Tendenz, Gegenstände und Personen naturgemäß zu gestalten, war seitdem ein Hauptanliegen der Künstler. Der italienische Architekturtheoretiker Leon Battista Alberti forderte darüber hinaus, dass sich die Künstler darum bemühen sollten, „den antiken Meistern nicht nur gleichzukommen, sondern sie womöglich noch zu übertreffen“. Das heißt: Gute Kunst sollte das, was die Realität bietet, nicht getreu abbilden, sondern versuchen, das Naturvorbild zu verbessern und zu idealisieren (Postulaten).

Zeitliche und räumliche Einordnung

  • Zeit: 1420–1590 (fließende Begrenzung)
  • Ort: Ausgangspunkt ist der italienische Stadtstaat Florenz.
  • Ausbreitung: Über den Stadtstaat Rom auf andere italienische Stadtstaaten (Venedig, Mailand) und später Nordeuropa.

Philosophie und Hauptvertreter

  • Humanismus: Der Mensch steht im Mittelpunkt des Denkens.
  • Naturalismus: Das Kunstwerk der Renaissance muss richtig und schön sein.
  • Hauptvertreter: Raffael, Leonardo da Vinci, Michelangelo und Tizian.

Phasen der Renaissance

  • Frührenaissance: Ab 1420 in Florenz.
  • Hochrenaissance: Ab 1500.
  • Spätrenaissance: Ab 1520 in Rom und Venedig.

Ausgelöst wurde die Entstehung der Renaissance unter anderem durch Ereignisse wie die Erfindung des Buchdrucks, die Entdeckung Amerikas und die Eroberung Konstantinopels.

Meisterwerk: Die Schule von Athen

Dieses Fresko befindet sich in der päpstlichen Bibliothek im Vatikan (Rom) und wurde 1509–1511 von Raffaello Santi gemalt (7,70 m breit und 3,50 m hoch). Thema: Wiedergabe der Geisteshaltung der Hochrenaissance durch die Darstellung der berühmtesten und wichtigsten Philosophen, Künstler und Wissenschaftler in einem grandiosen Kathedralenbau um 1500 n. Chr. Es gibt eine Einfluchtpunktperspektive auf die beiden wichtigen Personen Platon und Aristoteles. Dabei wurde Leonardo da Vinci als Platon und Michelangelo als Heraklit dargestellt.

Die Entdeckung der Perspektive

Die ideale Räumlichkeit und Perspektive beschäftigen sich mit der Wiedergabe des optischen Eindrucks des Menschen von räumlichen Gegebenheiten mittels eines konstruktiven geometrischen Systems. Der erste Maler, der die zentralperspektivische Konstruktion konsequent in der Malerei umsetzte, war Masaccio (1401–1428), ein florentinischer Maler.

Arten der Perspektive

  • Vogelperspektive: Die Horizontlinie und damit der Betrachterstandpunkt liegen über dem Körper.
  • Normalperspektive: Die Horizontlinie verläuft direkt durch den Körper.
  • Froschperspektive: Die Horizontlinie liegt extrem niedrig im Bild.

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