René Descartes: Begründer der modernen Philosophie

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Descartes steht vor der Herausforderung der Moderne in folgender Weise: Er unternimmt den Versuch, die grundlegenden Kenntnisse der Wissenschaft in der Philosophie zu vereinheitlichen. Diese Vereinheitlichung wird durch den mathematischen Ausdruck eher intuitiv als deduktiv erreicht.

Das Verfahren dreht sich um das Selbst, das auf zwei Arten zum Zentrum der Philosophie wird:

  • Das Selbst ist der Beginn des Verfahrens.
  • Das Selbst ist die Gewissheit des Wissens. Dies bildet das große Thema der modernen Philosophie – im Gegensatz zur mittelalterlichen Philosophie, in der Gott und die Welt die zentralen Fragen darstellten.

Durch die Konzentration der philosophischen Untersuchung auf das Selbst gelangt Descartes zum Idealismus. Idealismus bedeutet, dass wir die Wirklichkeit nicht direkt, sondern indirekt über Ideen erkennen können. Er wird unterteilt in:

  • Rationalismus: Ideen sind logisch-mathematische Konzepte.
  • Empirismus: Die Ideen sind psychologische Bilder der Erinnerung und Inspiration.

Die moderne Philosophie steht im Widerspruch zum Idealismus: Die Informationen werden durch die Strukturen unseres Geistes und unserer Sinne gefiltert, weshalb nicht garantiert werden kann, dass sie die Wirklichkeit exakt so abbilden, wie wir sie wahrnehmen.

Biografie

René Descartes, Philosoph und Mathematiker, wurde 1596 in Frankreich geboren. Während seiner Kindheit war seine Gesundheit hinfällig. Er erwarb einen Bachelor-Abschluss in Jura und verließ mit 22 Jahren Frankreich, um in den Niederlanden als Soldat zu dienen. Am 10. November 1619 erlebte er eine „Offenbarung“, die ihn dazu führte, seine Methode zu entwickeln. Er gab das militärische Leben auf, kehrte nach Frankreich zurück, um seinen Besitz zu verkaufen, und widmete sich fortan dem kontemplativen Leben.

Von 1628 bis 1649 lebte er in den Niederlanden. In den ersten fünf Jahren entwickelte er sein System über die Welt sowie die Vorstellung vom Menschen und dem menschlichen Körper. Als er von der öffentlichen Verurteilung Galileos erfuhr, sah er von einer Veröffentlichung ab. Im Jahre 1637 schrieb er den Discours de la méthode (Abhandlung über die Methode), in dem er einen Vorschlag für eine Methode zum systematischen Zweifel an den Kenntnissen der damaligen Zeit unterbreitete.

Descartes wurde berühmt, was ihm jedoch auch Bedrohungen und Verfolgung aus religiösen Gründen einbrachte. Im Jahre 1649 zog er nach Stockholm, wo er fünf Monate später an einer Lungenentzündung starb. Descartes gilt als Initiator der rationalistischen Philosophie und markiert einen Bruch mit der Scholastik.

Werke

  • Abhandlung über die Methode
  • Die Leidenschaften der Seele
  • Meditationen
  • Grundsätze der Philosophie

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