Resilienz: Definition, Schutzfaktoren und Selbstwertgefühl

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Was ist Resilienz?

Resilienz ist die Fähigkeit einer Person, Widrigkeiten zu überwinden. Sie setzt sich aus Ausdauer, Zähigkeit, einer positiven Einstellung und zielgerichtetem Handeln zusammen. Es ist die menschliche Fähigkeit, an den Herausforderungen des Lebens zu wachsen.

Mögliche Belastungsfaktoren

  • Sexuelle Belästigung
  • Misshandlung oder Missbrauch
  • Familiäre Unglücke
  • Fremdbestimmung

Psychosoziale Schutzfaktoren

  • Ein warmes familiäres Umfeld
  • Unterstützende Bezugspersonen
  • Offene Kommunikation
  • Ein stabiles familiäres Umfeld
  • Fördernde Eltern
  • Gute Beziehungen zu Gleichaltrigen

Persönliche Schutzfaktoren

Temperament und kognitive Eigenschaften

  • Hoher verbaler und mathematischer IQ
  • Positive Grundhaltung und Humor
  • Stabile biologische Entwicklung
  • Empathie und Selbstwertgefühl
  • Leistungsmotivation und Autonomie

Die Säulen der Resilienz (nach Wolin und Wolin)

  • Insight: Die Fähigkeit, sich selbst kritisch und ehrlich zu hinterfragen.
  • Unabhängigkeit: Grenzen setzen und emotionale Distanz zu Problemen wahren.
  • Beziehungsfähigkeit: Die Fähigkeit, tiefe soziale Bindungen einzugehen.
  • Initiative: Freude an der Bewältigung anspruchsvoller Aufgaben.
  • Humor: Das Komische in der eigenen Tragödie finden.
  • Kreativität: Ordnung aus dem Chaos schaffen.
  • Moral: Das Streben nach dem Wohl der Gemeinschaft.
  • Selbstwertgefühl: Die Basis aller anderen Säulen.

Förderung der Resilienz (nach Edith Grotberg)

Kinder von 0 bis 3 Jahren

  • Bedingungslose Liebe und Lob für Fortschritte.
  • Förderung von Regeln und Experimentierfreude.
  • Unterstützung beim Erkennen von Gefühlen.

Kinder von 4 bis 7 Jahren

  • Verbale und körperliche Zuneigung.
  • Vorbildfunktion bei Herausforderungen.
  • Ermutigung zur Selbstständigkeit.

Kinder von 8 bis 11 Jahren

  • Klare Kommunikation von Werten und Erwartungen.
  • Förderung des offenen Austauschs.

Das Modell der Resilienz-Merkmale

"Ich habe" (Soziale Unterstützung)

  • Menschen, denen ich vertrauen kann.
  • Menschen, die mir helfen, Gefahren zu vermeiden.

"Ich bin" (Innere Stärke)

  • Eine Person, die Zuneigung und Wertschätzung verdient.
  • Jemand, der Respekt vor sich und anderen hat.

"Ich kann" (Zwischenmenschliche Fertigkeiten)

  • Über Dinge sprechen, die mich belasten.
  • Lösungen für Probleme finden.

Entwicklung und Selbstwertgefühl

Einflussfaktoren auf das Selbstwertgefühl

  • Eltern: Zuneigung, Interesse und familiäre Harmonie.
  • Peers: Soziale Vergleiche und Erweiterung des Beziehungsnetzes.

Akademische Selbstverwaltung

Schüler entwickeln ihr Selbstwertgefühl durch:

  • Beziehung: Vertrauen und Toleranz gegenüber Frustration.
  • Durchsetzungsvermögen: Ehrliche Kommunikation der eigenen Gefühle.
  • Verpflichtung: Intrinsische Motivation und Kreativität.
  • Umgang mit Schulsituationen: Vertrauen in die eigenen akademischen Fähigkeiten.

Programme zur Stärkung des Selbstwertgefühls

Ein positives Umfeld basiert auf fünf Gefühlen:

  • Sicherheit und Vertrauen: Klare Regeln und Grenzen.
  • Identität: Feedback und Anerkennung von Stärken.
  • Zugehörigkeit: Integration in die Gruppe.
  • Sinnhaftigkeit: Zielsetzung und Vertrauen.
  • Persönliche Zuständigkeit: Mitwirkung bei Entscheidungen.

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