Die Restauration und die Verfassung von 1876 in Spanien

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Die Ziele der Restauration

Das erste Ziel war die Verankerung der Monarchie, auch durch eine neue Verfassung. Für Canovas waren die Monarchie und das Parlament die beiden Säulen der spanischen Geschichte. Die Krone musste das Ansehen zurückgewinnen, das sie während der Regierungszeit von Isabella II. verloren hatte. Er strebte eine Monarchie an, die auf der geteilten Souveränität mit dem Parlament basierte, um umfassendes Know-how zu nutzen und eine aktive Rolle im politischen Leben zu spielen.

Ein liberaler verfassungsrechtlicher Rahmen

Zweitens sollte der verfassungsrechtliche Rahmen alle liberalen Tendenzen unterbringen. Es galt, ein System zu schaffen, das gleichermaßen für moderate Unionisten, Progressive und Demokraten tragfähig war. Ziel war eine dauerhafte Verfassung, die es verschiedenen Parteien ermöglichte zu regieren, um das Militär als Mittel zur Machtübernahme endgültig auszuschließen.

Die Rolle der Armee und das britische Modell

Dieser Aspekt war für Canovas von besonderem Interesse: Die Armee musste in die Kasernen zurückkehren. Eine entscheidende Rolle spielte dabei Alfons XII., ein „Rey-Soldado“ mit militärischer Ausbildung. Das ideale Modell des Parlamentarismus war für Canovas Großbritannien. Es basierte auf der Existenz zweier großer Parteien, die sich an der Macht abwechselten, um eine parlamentarische Zersplitterung zu vermeiden und stabile Mehrheiten zu sichern.

Das Restaurationsregime

Das Restaurationsregime war sowohl politisch als auch sozial und wirtschaftlich sehr konservativ. Die Krone wurde von konservativen Politikern, Unternehmern und Militärs wiederbelebt. Sie teilten gemeinsame Interessen und eine Vision: die Verteidigung der sozialen Ordnung und die Monarchie als Garant für Stabilität.

Diese politische Vision wurde von den Mittelschichten geteilt, die die vorangegangenen Jahre mit der Wirtschaftskrise identifizierten. Obwohl diese Klassen faktisch kaum am politischen Leben beteiligt waren, unterstützten sie das neue Regime weitgehend.

Die Verfassung von 1876

Im Dezember wurden Wahlen zu den konstituierenden Cortes nach allgemeinem Wahlrecht ausgerufen. Der Wahlprozess wurde manipuliert, um der Regierung eine große Mehrheit zu sichern. Die Verfassung von 1876 ist ein flexibler Text, der es den Regierungsparteien ermöglichte, das System zu akzeptieren. Ihre Inspiration ist doktrinär und konservativ.

Rechte und Staatsgewalt

  • Grundrechte: Die Erklärung der Rechte und Pflichten ist breit gefächert und umfasst nahezu alle Errungenschaften von 1869.
  • Souveränität: Die Verfassung basiert auf dem Prinzip der geteilten Souveränität zwischen dem König und den Cortes. Die Krone besitzt ein Vetorecht bei Gesetzesentwürfen.
  • Parlament: Die Cortes sind als Zweikammersystem organisiert, bestehend aus einem Oberhaus mit Senatoren, die durch königliche Ernennung oder Wahl bestimmt werden.
  • Exekutive: Die Exekutivgewalt liegt bei der Krone und den Ministern, die den Kammern gegenüber rechenschaftspflichtig sind. Der König wählt den Regierungschef frei aus.

Religion und Freiheitsrechte

Das religiöse Problem wurde durch die Anerkennung des Katholizismus als Staatsreligion sowie die Finanzierung des Gottesdienstes und der Geistlichkeit gelöst. Zu den wichtigsten Bestimmungen der Verfassung von 1876 gehörten:

  • Die unbegrenzte Wiederwählbarkeit von Abgeordneten.
  • Das Recht, Ideen und Meinungen frei zu äußern.
  • Das Recht auf friedliche Versammlung.
  • Das Recht auf individuelle oder kollektive Petitionen an den König, die Gerichte und Behörden.

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