Rohstoffe und Energie: Gewinnung, Nutzung und Zukunft
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Rohstoffe und ihre Bedeutung
Rohstoffe sind Stoffe aus der Natur, die Menschen für den direkten Verzehr verwenden oder zur Herstellung von Produkten nutzen, um ihren Bedarf und den Energiebedarf zu decken. Sie lassen sich nach ihrem Ursprung unterteilen:
- Tierischen Ursprungs: Fleisch, Wolle, Milch.
- Pflanzlich (Gemüse): Baumwolle, Holz, Obst.
- Mineralisch: Metalle, Steine.
Mineralien und ihre Kategorisierung
Mineralien werden in verschiedene Gruppen unterteilt:
- Metallisch: Extrahierte Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und Eisen.
- Nichtmetallisch: Nicht extrahierte Stoffe wie Marmor und Gips, die vor allem für den Bau verwendet werden.
- Energie-Nutzung: Stoffe, die Energie liefern, wie Kohle, Gas, Öl und Uran.
Energie-Ressourcen und Nachhaltigkeit
Energie-Ressourcen werden wie folgt klassifiziert:
- Erneuerbare: Diese werden nicht erschöpft oder erholen sich schnell.
- Nicht erneuerbare: Diese kommen nur in begrenzten Mengen vor oder entstehen durch einen sehr langsamen Prozess der Bildung (z. B. Erdöl, Erze).
Einige Mineralien werden recycelt: Aluminium und Eisen können mehrfach verwendet werden. Andere können nicht recycelt werden und werden nur einmal genutzt (Öl und Kohle sowie nicht-metallische Mineralien).
Metalle und ihre industrielle Nutzung
- Eisen: Wird verwendet, um Stahl zu produzieren.
- Bauxit: Hieraus wird Aluminium gewonnen, das als Rohstoff im Maschinenbau dient.
- Kupfer: Wird für Kabel führender Elektrizitätsunternehmen verwendet.
Rohstoffe sind nicht gleichmäßig verteilt, und der Verbrauch unterscheidet sich stark: Entwickelte Länder verbrauchen deutlich mehr Rohstoffe als unterentwickelte Länder.
Energie als Entwicklungsindikator
Energiequellen bieten die Kraft, die für industrielle Prozesse und den Transport notwendig ist, und decken unseren täglichen Bedarf (Strom, Wärme). Der Energieverbrauch ist ein Indikator für den Grad der Entwicklung eines Landes. In entwickelten Ländern wird Energie durch die Industrie, den Dienstleistungssektor (Büros, Geschäfte, Transport), elektrische Leistung (Elektrogeräte) und die Beleuchtung öffentlicher Straßen verbraucht.
Erdöl und Erdgas: Gewinnung und Nutzung
Sie sind mineralische Rohstoffe, die Energie produzieren und als Rohstoffe zur Herstellung von Kunststoffen, Insektiziden und Herbiziden verwendet werden. Es handelt sich um nicht erneuerbare Ressourcen, die durch die Zersetzung begrabener mariner Organismen gebildet wurden. Sie werden schneller verbraucht, als neue Ressourcen entstehen können. Erdöl und Erdgas werden oft an der gleichen Stelle gebildet, was die Förderung erleichtert. Aktuelle Techniken erlauben jedoch nur die Ausbeutung von maximal 40 % der Vorkommen. Diese Betriebe liegen oft weit entfernt von den Verbrauchszentren, weshalb der Transport über Tausende von Kilometern durch Öl- und Gas-Pipelines sowie Schiffe erfolgen muss. Das Öl muss zudem raffiniert werden.
Wer produziert und verbraucht Öl und Erdgas?
Die Weltölreserven befinden sich vor allem im Nahen Osten (Saudi-Arabien), in Russland, den Vereinigten Staaten, im Iran und in China. Nicht alle Produzenten sind Exporteure; ein Großteil der Erzeugung wird direkt vor Ort verbraucht. Westliche Unternehmen kontrollieren oft die Raffination und den Verbrauch in reichen Ländern (USA, Japan und Deutschland).
Interessengruppen:
- Exportländer: Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) versucht, den Ölmarkt zu kontrollieren und zu regulieren. Sie strebt hohe, aber nicht übertriebene Preise an, um eine Wirtschaftskrise zu vermeiden.
- Verbraucherländer: Diese versuchen zu diversifizieren, von welchen Staaten sie Erdöl und Erdgas kaufen, und untersuchen alternative Energieformen.
Die Zukunft: Eine Welt ohne Öl
Es scheint, dass die Ölreserven noch für etwa 40 Jahre und die Erdgasreserven für rund 65 Jahre reichen. Der Verbrauch beschleunigt sich zunehmend: In bevölkerungsreichen Ländern steigt der Ölverbrauch durch rasche Industrialisierung schnell an. Knappe Ölreserven und ein Anstieg des Verbrauchs führen zu kletternden Ölpreisen und einem Rückgang der Produktion.
Die Erzeugung von Strom
Elektrizität ist die heute am weitesten verbreitete Form der Energie. Sie wird durch den Bau eines Stromnetzes im ganzen Land verteilt. Elektrizität lässt sich durch Elektromotoren leicht in jede andere Art von Energie umwandeln (Licht, chemische, mechanische Energie und Wärme). Strom ist „sauber“ und erzeugt am Ort des Verbrauchs keine Abfälle.