Rohstoffe, Energiequellen und industrielle Revolutionen im Überblick
Zusammenfassung
Der Text erläutert die Rohstoffarten (organisch und mineralisch) und ihre ungleiche Verteilung zwischen Erzeugerländern und Verbraucherländern. Er stellt Energiequellen wie Kernspaltung, Wasserkraft und alternative Energien mit ihren Vor- und Nachteilen vor. Außerdem beschreibt er die Industrietypen sowie die zweite und dritte industrielle Revolution.
Kernpunkte
- Rohstoffe werden in organische (Landwirtschaft, Viehzucht, Forstwirtschaft, Fischerei) und mineralische Rohstoffe unterteilt.
- Die Erzeugung von Rohstoffen liegt oft in Entwicklungsländern, der Konsum vor allem in entwickelten Ländern.
- Kernspaltung liefert eine enorme Energieausbeute, birgt aber Unfallrisiken, Abfallprobleme und hohe Kosten.
- Wasserkraft ist sauber und erneuerbar, kann jedoch Siedlungen und Ackerland überfluten.
- Die drei Industrietypen sind Grundstoffindustrie, Investitionsgüterindustrie und Konsumgüterindustrie.
- Die zweite industrielle Revolution (1870–1950) war durch Elektrizität, Verbrennungsmotoren fließbandbasierte Massenproduktion geprägt.
- Die dritte industrielle Revolution wird durch Informationstechnologien und Industrieroboter bestimmt, die flexible Produktion ermöglichen.
Rohstoffe: Natürliche Ressourcen im Wandel
Artikel 6: Die Rohstoffe. Natürliche Ressourcen sind die Basis, welche die Branche verändern. Rohstoffe organischen Ursprungs stammen aus der Landwirtschaft, Viehzucht, Forstwirtschaft und Fischerei. Mineralische Rohstoffe werden aus der Erdkruste gewonnen; sie unterteilen sich in metallische, nicht-metallische Mineralien und Energieträger. Während die Erzeugung von Rohstoffen oft in Ländern wie in Lateinamerika konzentriert ist, liegt der Konsum primär in den entwickelten Ländern. Die Einfuhr großer Mengen für Industrie und Handel ist ein Hauptgrund für die Auslandsverschuldung der Entwicklungsländer.
Energiequellen und ihre Nutzung
Kernspaltung (Nuklearenergie)
Die Energie der Kernspaltung entsteht durch die Trennung von Atomen schwerer radioaktiver Mineralien. Sie wird zur Stromerzeugung in Kernkraftwerken sowie in der Medizin und der chemischen Industrie genutzt. Ein wesentlicher Vorteil ist die enorme Energieausbeute. Zu den Nachteilen zählen das Unfallrisiko, die Lagerung radioaktiver Abfälle und die hohen Kosten.
Wasserkraft (Hydroelektrik)
Wasserkraft nutzt gestautes Wasser hinter Dämmen oder künstlichen Hindernissen in Flüssen. Diese Energiequelle ist sauber und unerschöpflich. Nachteile sind jedoch die Überflutung von Siedlungen und Ackerland sowie die Beeinträchtigung der lokalen Tier- und Pflanzenwelt.
Alternative Energiequellen
Nach der Ölkrise begannen Industrieländer, verstärkt nach alternativen Energiequellen zu suchen. Diese sind meist unerschöpflich und umweltfreundlich, auch wenn die Technologie teils noch unterentwickelt ist:
- Solarenergie: Nutzt Licht und Wärme der Sonne über Paneele zur Wärmegewinnung.
- Windenergie: Erzeugt Strom durch Windkraftanlagen.
- Biomasse: Gewonnen aus organischen Abfällen der Land- und Forstwirtschaft.
- Gezeitenenergie: Nutzt die Kraft der Meere; problematisch sind ökologische Veränderungen.
- Geothermie: Nutzt die innere Erdwärme zur Erhitzung von Wasser.
- Kernfusion: Verschmelzung von leichten Atomen (Deuterium), wobei Wasserstoff-Isotope entstehen.
Industrietypen und industrielle Entwicklung
Die Typen der Industrie
- Grundstoffindustrie: Verarbeitung von Rohstoffen zu Halbfertigprodukten für andere Branchen.
- Investitionsgüterindustrie: Herstellung von Produkten für den Betrieb anderer Industrien und den Verkehr.
- Konsumgüterindustrie: Herstellung von Produkten für den direkten Verbrauch.
Die zweite industrielle Revolution (1870–1950)
Diese Ära basierte auf neuen Maschinen sowie Elektrizität und Verbrennungsmotoren. Die Produktion erfolgte in großen Fabriken nach den Prinzipien des Fordismus (Fließbandarbeit) und Taylorismus (Maximierung der Produktion in kürzerer Zeit). Dies ermöglichte eine günstige Serienproduktion homogener Güter. Wichtige Sektoren waren Stahl, Elektrochemie, Elektrometallurgie und Petrochemie. Standorte entstanden oft an Verkehrsknotenpunkten wie Häfen und Schienenwegen. In den 1970er Jahren führten veraltete Methoden zur Krise und anschließenden Reindustrialisierung betroffener Gebiete.
Die dritte industrielle Revolution
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts prägen Informationstechnologien die Industrie in fortgeschrittenen Ländern. Der Einsatz von Industrierobotern und programmierbaren Maschinen erlaubt eine flexible, diversifizierte Produktion in kleineren Betrieben. Dies erfordert hochqualifizierte Fachkräfte und führt zu einem verstärkten Outsourcing. Dank neuer Technologien sind die Standorte heute wesentlich flexibler wählbar.
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PDF Word HTMLHäufige Fragen
Was sind organische und mineralische Rohstoffe?
Organische Rohstoffe stammen aus Landwirtschaft, Viehzucht, Forstwirtschaft und Fischerei. Mineralische Rohstoffe werden aus der Erdkruste gewonnen und unterteilen sich in metallische, nicht-metallische Mineralien und Energieträger.
Welche Vor- und Nachteile hat die Kernenergie?
Vorteil ist die enorme Energieausbeute. Nachteile sind das Unfallrisiko, die Lagerung radioaktiver Abfälle und die hohen Kosten.
Was kennzeichnet die zweite industrielle Revolution?
Sie basierte auf neuen Maschinen, Elektrizität und Verbrennungsmotoren und wurde durch Fordismus und Taylorismus in großen Fabriken geprägt. Wichtige Sektoren waren Stahl, Elektrochemie und Petrochemie.
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