Der Roman des Novecentismo: Miró und Pérez de Ayala
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Die Schriftsteller der Generation von '14 können in zwei Strömungen unterteilt werden: jene, die die Erzählweisen früherer Stadien fortsetzen (wie Concha Espina und Ricardo León), und jene, die für Erneuerung stehen, wie Gabriel Miró und Ramón Pérez de Ayala. Andere Autoren sind Wenceslao Fernández Flórez, ein Meister des humoristischen Romans, sowie Benjamín Jarnés, die gemeinsam haben, dass sie die Handlung auf ein Minimum reduzieren.
Diese überwinden die narrativen und stilistischen Muster des Realismus, obwohl sie unterschiedliche Wege einschlagen: einerseits durch Lyrik, andererseits durch Ironie und Humor, in anderen Fällen durch den Intellektualismus des Ansatzes und manchmal mithilfe der Entmenschlichung. Letztere bedeutete einen „Mangel an Interesse am menschlichen Schicksal“ und legte besonderes Augenmerk auf die Sprache, vor allem durch Metaphern.
Gabriel Miró: Lyrik in der Erzählkunst
Er schuf eine gewaltige neue Lyrik, die ihn zu einem der führenden Vertreter der Erzählkunst des ersten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts machte. Er schrieb lange und kurze Romane sowie Impressionen über Land und Leute (Gentes y paisajes). Er besticht durch seine Sensibilität, seine Fähigkeit, Gefühle einzufangen, und seinen ausgeprägten lyrischen Sinn. Er beherrscht die Sprache mit lebhaften Bildern, Emotionen und Schönheit. In seinem Werk nimmt die Handlung nicht mehr den zentralen Platz ein; sie wird zu einem Medium für Beschreibungen und überraschende sprachliche Erkenntnisse.
Werke: Der Bischof der Aussätzigen, Der Kirschgarten (Friedhof der Kirschen) ...
Ramón Pérez de Ayala: Der intellektuelle Roman
Er entwickelte sich von einem autobiografischen zu einem intellektuellen Schriftsteller. Man unterscheidet drei Phasen:
- 1. Phase: Er veröffentlichte autobiografisch geprägte Romane, die die Krise des spanischen Bewusstseins seit Beginn des Jahrhunderts widerspiegeln sollten.
- 2. Phase: Er veröffentlichte einen Band mit drei Erzählungen („poetische Romane des Lebens in Spanien“), in denen das Autobiografische gegenüber den Ideen an Boden verliert.
- 3. Phase: Die Handlung tritt noch weiter zurück; was zählt, sind die Gedanken zu verschiedenen Themen, wobei die Charaktere Lebenshaltungen verkörpern. Neue Ideen oder Ansätze des Essays fließen ein.
Werke: Tiger Juan. Dieser Autor bietet technische Neuerungen in der Struktur und präsentiert die robuste Ausführung des intellektuellen Romans. Sein Stil ist dicht, eine Mischung aus Ironie und Ernst sowie populären und gehobenen Ausdrucksformen. Er kämpft darum, eine präzise Niederschrift seines Denkens, seiner Widersprüche und seiner Komplexität zu bewahren.