Das romantische Theater: Geschichte und Hauptvertreter

Eingeordnet in Spanisch

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 3,35 KB

Das romantische Theater in Europa

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand eine neue theatralische Gattung: das romantische Drama. Es zeichnet sich durch formale Freiheit und eine neue romantische Sensibilität aus. Das romantische Drama basiert auf einer Reihe von Gegensätzen: Es kombiniert tragische und komische Elemente, Vers und Prosa, hochtrabenden Ton und einfache Sprache sowie übernatürliche Phänomene mit realen Fakten. Zudem bricht es mit der klassischen Einheit von Ort, Zeit und Handlung.

Merkmale des romantischen Dramas

  • Thematik: Faszinierende und komplizierte Liebesgeschichten, die durch extreme Hindernisse geprägt sind und eine trotzige, stürmische Atmosphäre erzeugen.
  • Dynamik: Die Handlung ist dynamisch und spielt oft in mysteriösen Umgebungen.
  • Spektakel: Spektakuläre Landschaften und Zeitwechsel erzeugen eine starke emotionale Wirkung beim Zuschauer.
  • Der romantische Held: Die Charaktere sind leidenschaftlich, geheimnisvoll und oft von unklarem Ursprung. Sie suchen nach absoluter Freiheit und Liebe, werden jedoch meist von einem unglücklichen Schicksal verfolgt, das in der Katastrophe endet.
  • Kernmotive: Liebe und Freiheit stehen im Zentrum; die Protagonisten scheitern oft an der Welt um sie herum.

Untergattungen des romantischen Dramas

a) Das Melodram

Das Melodram zielt auf Sentimentalität ab, um ein breites Publikum zu bewegen. Typisch sind die Vereinfachung der Charaktere in Gut und Böse, ein bombastischer Tonfall sowie Schockeffekte und widersprüchliche Situationen.

b) Das historische Drama

Dieses Genre ist ein Sinnbild für das romantische Theater. Die Handlung spielt meist in der Vergangenheit, oft im Mittelalter. Historische Ereignisse und reale Persönlichkeiten bilden das Fundament. Ein bedeutender Vertreter war Friedrich Schiller, dessen Werke Ideale wie Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit propagierten (z. B. Wilhelm Tell).

Wichtige Vertreter des katalanischen Theaters

Frederic Soler (Serafí Pitarra)

Soler begann seine Karriere mit kritischen Stücken und feierte Erfolge mit Werken wie Jaume el Conqueridor. Ab 1866 wandelte sich sein Stil hin zu einem konservativeren, bürgerlichen Theater (z. B. Les joies de la Roser). Zwischen 1875 und 1895 erlebte sein Schaffen eine Phase des Niedergangs, in der er versuchte, den Erfolg von Guimerà zu kopieren.

Josep Robrenyo

Robrenyo (1780–1838) ist bekannt für seine politischen Sketche, in denen er gegen den Absolutismus kämpfte (z. B. Llibori, desgràcia del pare). Seine Werke zeichnen sich durch eine volksnahe Sprache aus.

Àngel Guimerà

Geboren 1845 in Santa Cruz, prägten ihn familiäre Verluste und die Abwesenheit der Mutterfigur. Er wurde zu einer renommierten Persönlichkeit in Politik und Literatur. Sein Werk umfasst:

  • Poetische Werke: Unterteilt in Zivillyrik (patriotisch), biografische Elemente (Kindheit) und historische Gedichte (beeinflusst von Victor Hugo).
  • Theaterproduktion: Ab 1879 (Galla Placídia) wählte er den Weg des romantischen Dramas mit mittelalterlichen Einflüssen und konservativer Ausrichtung.

Verwandte Einträge: