Römische Kunst und Romanik: Architektur und Bildhauerei

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Die Kunst der Römerzeit

Funktion, Bedeutung und Symbolik der römischen Kunst. Porträtskulpturen und römische Reliefs wurden bis zur Zeit des Reiches als künstlerischer Ausdruck und Mittel der offiziellen Propaganda angesehen.

Das römische Porträt

  • Erinnerungskultur: Das Porträt spielte eine zentrale Rolle bei der Bewahrung des Andenkens an Verstorbene.
  • Sozialer Status: Allmählich entwickelte sich das Ehrenporträt, das nicht nur das Aussehen, sondern auch den sozialen Status und den Charakter der Person widerspiegelte.
  • Biografische Darstellung: Das populärste und demokratischste Porträt bezog sich auf das gelebte Leben und spiegelte die Biografie des Dargestellten wider.

Reliefs und kaiserliche Propaganda

In Reliefs an Bögen und Säulen diente die Kunst dazu, die Siege der Generäle zu verkünden und Details über die Feldzüge der Kaiser zu beschreiben. Dies markierte einen tiefgreifenden Wandel: Die Kunst diente nun der kaiserlichen Propaganda und symbolisierte die Macht des Helden, der zudem verehrt wurde.

Dies führte zu Konflikten mit Anhängern der jüdisch-christlichen Religion, die mit der römischen Welt in Kontakt kamen. Dennoch lernten Christen, ihre heiligen Geschichten darzustellen, um ihre Gläubigen zu unterweisen. Hoch- und Flachreliefs sind die typischsten Formen der römischen Bildhauerkunst.


Romanische Kunst

Die Baumeister der romanischen Zeit strebten danach, dauerhafte und würdevolle Steinbauten zu errichten.

Architektonische Elemente

Zu den wesentlichen Elementen gehören:

  • Rundbögen
  • Tonnengewölbe und Kreuzgewölbe
  • Halbkugelförmige Kuppeln
  • Zylinderförmige Säulen

Innovationen im Kirchenbau

Die wichtigste Neuerung war die Wallfahrtskirche, die für große Mengen von Pilgern konzipiert wurde. Sie bot Platz für einen Umgang (Ambulatorium) sowie eine Vielzahl von Kapellen und Apsiden. Charakteristisch waren die von Türmen flankierten Fassaden und die dreigliedrigen Portale. Das Hauptportal war meist größer als die Seitenportale, um das breitere Mittelschiff zu betonen.

Die Grundrisse variierten zwischen Zentralbauten, Basiliken und dem lateinischen Kreuz. Das lateinische Kreuz war in der romanischen Kunst häufiger anzutreffen als der Zentralbau.

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