Die Römische Republik: Geschichte, Ämter und Untergang
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Die Römische Republik
Die Ära der Republik begann nach der Vertreibung des Königs Lucius Tarquinius Superbus und dauerte bis zum Jahr 27 v. Chr. an.
Das politische System der Republik
Als Ersatz für die Monarchie wurde ein komplexes Regierungssystem eingeführt, das durch folgende Instanzen vertreten wurde:
- Zwei Konsuln: Diese wurden jährlich von den Bürgern gewählt. Sie besaßen die gleiche Machtbefugnis und ihre Amtszeit war auf ein Jahr begrenzt.
- Magistrate: Eine Reihe von Beamten, die für verschiedene Funktionen verantwortlich waren, darunter Zensoren, Quästoren, Ädile usw.
- Der Senat: Ein Gremium, das den Bürgern zur Verfügung stand und wesentliche Entscheidungen traf.
Expansion in Italien
Während der römischen Eroberung Italiens waren zwei Konflikte entscheidend:
- Die Samnitenkriege (343–290 v. Chr.): Rom sah sich mehreren verbündeten italischen Völkern gegenüber, die jedoch bis zum Jahr 283 v. Chr. besiegt wurden.
- Tarent und König Pyrrhus: Im Jahr 281 v. Chr. bat die griechische Kolonie Tarent König Pyrrhus von Epirus um Hilfe gegen Rom. Rom schloss die Eroberung Süditaliens schließlich erfolgreich ab und dominierte fortan die gesamte Halbinsel.
Die Punischen Kriege
Diese Kriege umfassten drei wesentliche Phasen:
- Erster Punischer Krieg (264–241 v. Chr.): Dieser begann als Seekrieg um Sizilien und weitete sich auf Spanien aus, ein Gebiet, das zwischen Römern und Karthagern aufgeteilt war.
- Zweiter Punischer Krieg (218–202 v. Chr.): Hannibal schlug die Römer in vier berühmten Schlachten, wurde jedoch letztlich bei Zama besiegt. Dies führte zur Ankunft von Cornelius Scipio in Ampurias.
- Dritter Punischer Krieg (149–146 v. Chr.): Er fand auf afrikanischem Territorium statt und endete mit der totalen Zerstörung Karthagos durch Cornelius Scipio Aemilianus.
Interne Konflikte und Reformen
Die Republik war von inneren Unruhen geprägt:
- Reformversuche: Die Brüder Gracchus versuchten, Landreformen durchzuführen.
- Bundesgenossenkrieg: Ein Aufstand der Völker in Italien, die das volle römische Bürgerrecht einforderten.
- Spartacus-Aufstand: Ein Sklavenaufstand unter Spartacus, der sich über ganz Italien verbreitete und die römischen Heere mehrfach besiegte.
Die römischen Magistrate (Cursus Honorum)
Die erste Voraussetzung für den Zugang zu einem Amt war das römische Bürgerrecht. Zudem waren ein beträchtliches Vermögen, Erfahrung in der Verwaltung öffentlicher Angelegenheiten und ein tadelloser Ruf notwendig.
- Konsuln: Sie hatten den Oberbefehl über die Armee, standen an oberster Stelle in Rom, beriefen den Senat sowie Versammlungen ein und führten dort den Vorsitz.
- Prätoren: Ihre Hauptfunktion war die Verwaltung der Justiz.
- Quästoren: Sie begleiteten die Armee außerhalb Italiens und waren für das Staatsvermögen sowie die öffentlichen Aufzeichnungen verantwortlich.
- Zensoren: Sie überwachten die Sitten der Bürger und entschieden über die Zugehörigkeit zu den Ständen oder öffentlichen Ämtern.
- Ädile: Verantwortlich für die öffentliche Ordnung, die Märkte sowie den Zustand und die Sauberkeit öffentlicher Gebäude.
- Volkstribune: Sie konnten gegen Magistrate mit Imperium ein Veto einlegen und die Volksversammlung einberufen, um das öffentliche Interesse zu verteidigen.
Das Ende der Republik
Der Erste Bürgerkrieg
Im Jahr 88 v. Chr. kam es zu einem Bürgerkrieg zwischen Marius und Sulla. Die Folgen waren katastrophal: Gegenseitiger Hass führte zu Beschlagnahmungen und Morden an politischen Gegnern. Sulla wurde 82 v. Chr. zum Diktator ausgerufen und blieb dies bis zu seinem Tod 79 v. Chr.
Das Erste Triumvirat
Infolge der Anarchie in Rom schlossen sich drei Interessengruppen zusammen, um gemeinsam zu regieren. Jede Gruppe unterstützte einen General:
- Die Partei der Reichen unter Crassus.
- Die Senatspartei unter Pompeius.
- Die Volkspartei unter Julius Caesar.
Der Zweite Bürgerkrieg
In diesem Konflikt (49–45 v. Chr.) standen sich die Caesarianer und Pompeius gegenüber. Caesar besetzte Hispania und marschierte nach dem Sieg über Pompeius' Armee in Griechenland ein, wo er Pompeius in der Schlacht von Pharsalia sowie bei Ilerda besiegte. In den Jahren 48–47 v. Chr. intervenierte er in Ägypten in dynastische Streitigkeiten an der Seite von Kleopatra. Der endgültige Sieg erfolgte im Süden Spaniens.
Die Diktatur von Julius Caesar
Im Jahr 45 v. Chr. wurde Caesar zum Herrscher der römischen Welt. Er führte wichtige Reformen durch, darunter den Julianischen Kalender und die Erhöhung der Senatorenanzahl. Caesar wurde schließlich an den Iden des März 44 v. Chr. vor der Statue des Pompeius von Senatoren ermordet, darunter sein Vertrauter Brutus, der ihm 23 Dolchstiche versetzte.
Das Zweite Triumvirat
Nach Caesars Tod entstand ein Machtvakuum. Drei Kandidaten bildeten 43 v. Chr. das Zweite Triumvirat: Octavian (der Erbe Caesars) sowie die Generäle Marcus Antonius und Lepidus. Octavian blieb schließlich im Jahr 29 v. Chr. als Sieger in Rom zurück und leitete mit seiner Herrschaft eine neue Phase ein.