Römische Skulptur, Malerei und Mosaikkunst
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Römische Skulptur
Die Römer kopierten die Modelle der griechischen Skulptur bis zu dem Punkt, dass wir heute vieles durch römische Kopien wissen. Es gibt nur wenige originale griechische Skulpturen. Die Römer kultivierten die Kunst der Darstellung intensiv und waren dabei sehr realistisch. Sie kopierten den Charakter, wie er war, mit all seinen physischen Eigenschaften und psychologischen Porträts.
Es war üblich, Politiker und Herrscher darzustellen. Im Fall des Kaisers wurde er mit den Attributen seiner Macht dargestellt: das Brustschild, das Gewand, die Insignien usw. Oft war es üblich, den Körper beizubehalten und nur den Kopf auszutauschen.
- Während die Griechen ihre Werke signierten, pflegten die Römer dies nicht zu tun, weshalb uns die Namen der Künstler meist unbekannt sind.
- Trotz des Realismus in der Porträtmalerei behielten sie die ideale Form des menschlichen Körpers bei, angelehnt an Polyklet und eine gewisse Gelassenheit, obwohl sich dies später stärker in Richtung Realismus entwickelte, wie es in der hellenistischen Zeit geschah.
- Es wurde viel Marmor verwendet, während Bronze seltener zum Einsatz kam.
Neben der freistehenden Skulptur wurde auch an Reliefs gearbeitet, vor allem an Gedenksäulen und Triumphbögen. Sie zeigen Szenen aus siegreichen Schlachten, wie etwa die Trajanssäule in Rom. Diese sind mit großem Realismus gestaltet und ermöglichen die Offenlegung von Informationen über militärische Uniformen, Waffen, Lagerleben und Strategien. Zudem zeugen sie von einem großartigen Sinn für Perspektive und der Beherrschung verschiedener Ebenen.
Malerei und Mosaik
Dank der Entdeckung der Städte Herculaneum und Pompeji im 18. Jahrhundert, die unter Asche konserviert wurden, konnten wichtige römische Häuser freigelegt werden, die uns die wesentlichen Merkmale der römischen Kultur näherbringen.
- Freskomalerei: Es wurde direkt auf die vorbereitete Wand gemalt, wobei Szenen aus dem alltäglichen Leben, Stillleben, Landschaften usw. dargestellt wurden.
- Architekturmalerei: Häufig wurden Landschaften mit Gebäuden gemalt, um die Beherrschung der Perspektive zu demonstrieren.
- Mosaikkunst: Die Böden waren häufig mit Mosaiken bedeckt, die aus kleinen Stücken, sogenannten Tesserae, zusammengesetzt wurden. Diese zeigten mythologische Motive, Schlachten, Tierszenen oder geometrische Muster.