Rugby: Geschichte, Regeln und Trainingstechniken
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Einführung in die Phasen des Rugby-Spiels
Statische Phasen: Kollektiv angeordnet, dienen sie dazu, das Spiel nach einer Unterbrechung vollständig zum Stillstand zu bringen und neu zu starten. Gruppierungen: Hierbei handelt es sich um kollektive Organisationen von Spielern rund um den Ball, um diesen nach einem Block oder einem Tackle zu sichern oder zurückzuerobern. Dynamische Phasen: Diese charakterisieren sich durch eine geordnete und konkrete Form, in der eine hohe Mobilität des Balls und der Spieler beobachtet wird.
Die Geschichte des Rugby
Im Jahr 1823 widersetzte sich der 16-jährige Schüler William Webb Ellis an der Rugby School den damaligen Fußballregeln. Er fing den Ball mit den Händen und lief damit auf das gegnerische Tor zu, um ihn hinter der Torlinie abzulegen. Da jede Schule ihre eigenen Regeln hatte, wurde 1871 die English Rugby Football Union gegründet, um diese zu vereinheitlichen. Dies führte zum ersten Länderspiel zwischen England und Schottland. Der spanische Verband wurde 1923 gegründet, nachdem der Student Baldiri Aleu den Sport aus Frankreich mitbrachte und den Verein U.E. Santboiana im Jahr 1920 gründete.
Grundlagen und Spielfeld
- Ziel: Punkte gegen das gegnerische Team erzielen.
- Spielfeld: Mindestmaße von 100 x 60 Metern.
- Dauer: Zwei Halbzeiten à 40 Minuten mit einer 5-minütigen Pause.
- Spieler: 15 Spieler pro Team. Der Trainer kann maximal 4 Auswechslungen vornehmen.
Spielerpositionen und ihre Funktionen
Die Stürmer (Forwards)
Ihre Hauptaufgabe ist der Kampf um den Ballbesitz. Sie zeichnen sich durch Kraft und körperliche Robustheit aus.
- Erste Reihe: Besteht aus den Säulen (Nummer 1 und 3) und dem Hacker (Nummer 2), der den Ball im Gedränge (Scrum) erobert und bei Einwürfen (Line-out) wirft.
- Zweite Reihe: Die Nummern 4 und 5 sind meist die größten Spieler.
- Dritte Reihe: Die Nummern 6, 7 und 8 sind Allrounder, die Druck auf den Gegner ausüben und die Hintermannschaft unterstützen.
Die Hintermannschaft (Backs)
Sie sind die Entscheidungsträger und spielen den Ball mit der Hand oder dem Fuß. Sie zeichnen sich durch Geschwindigkeit, Agilität und Geschicklichkeit aus.
- Halbspieler: Die Nummern 9 (Gedrängehalb) und 10 (Verbinder) organisieren das Spiel.
- Innendreiviertel (Center): Die Nummern 12 und 13 sind schnell und stark im Angriff.
- Außendreiviertel und Schlussspieler: Die Nummern 11, 14 (Flügel) und 15 (Schluss) sind sehr agil, schnell und gute Kicker sowie Fänger.
Material und Punktewertung
Gespielt wird mit einem ovalen Ball. Punkte werden wie folgt erzielt:
- Versuch (Try): Den Ball im gegnerischen Malfeld ablegen (5 Punkte).
- Erhöhung (Conversion): Kick über die Querstange nach einem Versuch (2 Punkte).
- Strafkick: Kick nach einem schweren Regelverstoß (3 Punkte).
- Dropgoal: Ein Kick aus dem laufenden Spiel heraus, nachdem der Ball den Boden berührt hat (3 Punkte).
Wichtige Regeln im Rugby
- Vorball (Avant): Ein Fehler, bei dem der Ball nach vorne geworfen oder fallen gelassen wird; wird meist mit einem Gedränge (Scrum) geahndet.
- Abseits: Ein Spieler darf sich nicht vor dem Ball oder in einer verbotenen Zone befinden.
- Strafen: Bei Verstößen kann das Team wählen, ob es den Ball kickt oder mit der Hand weiterspielt.
- Retention: Ein getackelter Spieler muss den Ball sofort loslassen.
Techniken und Taktiken
Angriffstechniken
- Pass: Den Ball zwischen Spielern bewegen (beidhändig, seitlich, Pendelpass).
- Kick: Den Ball mit dem Fuß spielen (Befreiungsschlag, Chip-Kick oder zum Erzielen von Punkten).
- Finte: Plötzliche Richtungsänderung, um den Verteidiger auszuspielen.
- Percussion: Der Ballträger sucht den Kontakt, um die Verteidigungslinie zu durchbrechen.
Verteidigungstechniken
- Rezeption: Das Fangen von hohen Bällen.
- Tackling (Placatge): Den Angreifer unterhalb der Schulterlinie greifen und zu Boden bringen.
Teamtaktik
- Gedränge (Scrum): Eine statische Phase nach leichten Regelverstößen, bei der 8 Stürmer pro Team gegeneinander drücken.
- Gasse (Touch): Einwurf, wenn der Ball das Spielfeld verlassen hat.
Trainingsübungen
- Übung 1 (Akkordeon): Verbesserung der Ballübergabe in der Bewegung. Viererguppen passen den Ball von links nach rechts und rücken dabei vor.
- Übung 2 (Knie-Tackling): Fokus auf die Tackling-Technik. Verteidiger knien in einem markierten Bereich, während Angreifer versuchen, vorbeizukommen.
- Übung 3 (2 gegen Alle): Zwei Verteidiger versuchen innerhalb einer Minute so viele Angreifer wie möglich zu tackeln.
- Übung 4 (1 gegen 1): Verbesserung von Finte und Tackling in einem begrenzten Raum.